Kleine Abenteuer in der grossen Stadt

23.3.08

Frohe Ostern

Zu spät merkte Jörg, dass er sein Glöckchen zuhause vergessen hatte.

19.3.08

OMGamestar

GameStar hat ne neue Homepage. Die geht mir bislang ehrlich gesagt furchtbar auf den Sack. Nix klappt da, dabei könnte die unheimlich super sein. Große Peinlichkeit. Aber gerade konnte ich (nach drei Tagen vergeblicher Versuche) tatsächlich Bilder hochladen! Alles wird gut!

Und wenn wir mal ehrlich sind, funktionieren Sachen anfangs doch nie so, wie sie sollen. Schaut mich damals an: Ich habe den Hammer FALSCH RUM GEHALTEN!

16.3.08

Vereinsmeier

Ach, ganz vergessen. Ich lese heute im Vereinsheim vor.
Das Tolle für mich:
Ist ja ne andere Lesebühne, da muss ich keine neuen Texte schreiben.
Das Blöde für Euch:
Ist ja ne andere Lesebühne, da muss ich keine neuen Texte schreiben.

14.3.08

Red Nerd Alert

Das ist der Hiro:

Das ist dem Hiro sein Vater:

Das ist dem Hiro sein Vater sein Auto:

Wer die Brisanz dieser Bilder versteht, darf sich zu Recht Nerd nennen.

6.3.08

Target acquired? Roger.

Als Roger Cicero sagte, er nehme nur die Kamera wahr, und es sei es ihm egal, ob da nun 100 Millionen oder nur 100.000 auf der anderen Seite säßen, wollte ich ihm sagen: »Guck mal, das ist ein Zielfernrohr, und da sitze ich ganz allein dahinter!«, um zu sehen, ob ihm das wohl auch egal gewesen wäre.

5.3.08

Kamerakind John J.

Ich habe schon Tonangeln in Filmen gesehen. Und Dollies.
Aber nur einer kann die Kamera in die Kamera halten: RAMBO!

2.3.08

Luft und Liebe

In jeder Beziehung kommt früher oder später der Punkt, an dem er es ihr beichten muss. Dieses schreckliche Geheimnis. Es geht nicht um seine favorisierte Unterhosenart. Das hat sich hoffentlich schon recht früh geklärt. Es geht auch nicht um die geheime Pornosammlung auf seiner Festplatte. Die hat er ja in einem Ordner mit einem für Frauen völlig uninteressanten Namen verstaut, zum Beispiel »Ferraribilder«, »Fußball« oder »Rechnungen«, dann unter Windows auf Eigenschaften geklickt und das Attribut »unsichtbar« gesetzt und die Pornosammlung damit für immer dem Zugriff der Frau entzogen. Könnte ich mir zumindest so vorstellen.

Nein, es geht um dieses eine Geheimnis, das für unsereins eigentlich ein ganz normales Attribut ist, diese eine typisch männliche Eigenart, gegen die wir uns auch nicht wehren können, die in regelmäßigen Abständen aus uns herausbricht, ohne das wir das wollen, diese eine Beichte, ohne die für uns Männer eine Beziehung auf Dauer einfach unerträglich wird: Das Eingeständnis gegenüber unserer Freundin, dass wir in regelmäßigen Abständen furzen müssen.

Ja, liebe Frauen, wenn Ihr seit ein paar Wochen oder Monaten neu bemannt seid, Euer Liebster aber vor Euch noch nicht sein Herz gelüftet hat, dann seid gewiss: Früher oder später muss es aus ihm raus. Dass der Mann sich damit Zeit lässt, ist ja klar. Immerhin hat er Wochen oder gar Monate darauf verwendet, zu zeigen, dass er unheimlich schlau, unheimlich lustig und unheimlich cool ist, da will er nicht gleich darauf hindeuten, dass er beizeiten auch unheimlich übel riecht.

Beim Frauenkennenlernen schränkt den Mann seine gesunde Darmtätigkeit eigentlich kaum ein. Immerhin lernt man Frauen in der Regel in Diskos oder auf Parties kennen, und da ist es angenehm laut und rauchbedingt eh meist recht muffig. Wahrscheinlich fordern viele Männer nur deshalb die Aufhebung des Diskorauchverbots, weil Fremdgerüche nun auf der Tanzfläche viel stärker auffallen als zuvor und es draußen vor der Tür, wo man scheinbar nun bevorzugt Frauen anspricht, einfach zu leise ist.

Hat man dann eine potentielle Partnerin kennengelernt, verabredet man sich für einen anderen Tag an einem anderen Ort. »Irgendwo, wo es nicht so laut ist und man sich ein bißchen unterhalten kann.«, wünscht sie sich dabei. Da schwant ihm schon Übles: Ausgehen ohne Lärmdeckung? Tja, da darf sie sich nicht wundern, wenn er zum Ausgleich vorschlägt: »Vielleicht finden wir ja was, wo man draußen sitzen kann.«

Hier kommen dem Mann seine Urinstikte zugute, die ihm schon im Neandertal beigebracht haben, wie man sich seiner Beute so gegen den Wind nähert, dass sie einen nicht wittern kann. Frauen können sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen, wie schwierig für Männer die Platzwahl auf der Sonnenterrasse eines romantischen Cafés ist, wenn man versuchen muss, gleichzeitig mit dem Rücken zur Wand, mit der Front zur Tür und mit dem Arsch im Wind zu sitzen.

Entgegen landläufiger Meinung fürchtet der Mann in solchen Situationen nicht das Gespräch, nein, er fürchtet die Stille zwischen den Sätzen. Die Folgen: Sinnloses Faseln oder lautstarkes Räuspern. Ein guter Freund von mir räuspert sich im Schnitt einmal alle vier Minuten. Das tut er schon seit Jahren. Angeblich ein Tick, den er sich während einer Erkältung angewöhnt hat. Ich vermute indes, dass er das seit der Zeit macht, ab der er wusste, dass das mit seiner Freundin was Ernstes ist. Und weil die ständig zusammen waren, musste er ein Ablenkungsgeräusch entwickeln. Oder er experimentiert gar mit Gegenschall. Das stammt aus der Kampfjetforschung. Jetpiloten haben nämlich Kopfhörer auf, die ein Geräusch in der exakten Gegenfrequenz des Turbinenlärms machen, so dass sich beide Schallwellen gegenseitig aufheben und für den Piloten nicht mehr zu hören sind. Ein Traum jedes Mannes, der ein Date an einem Ort hat, »wo es nicht so laut ist und man sich ein bißchen unterhalten kann«.

Allein die Vorbereitungen für ein solches Rendezvous sind für den Mann erheblich. Frauen müssen sich ein bißchen schminken und so weiter, klar, das dauert ne Stunde oder zwei, ein Mann hingegen muss sich schon morgens überlegen, was er essen kann und was nicht. Müsli? Schlecht. Vollkornbrot? Ganz schlecht. Ne Dose Erbsen? Das Date ist tot, bevor es überhaupt angefangen hat.
Lässt sich der Mann gegen Abend mit der Dame zum Essen nieder, muss er bereits bei der Bestellung grob einschätzen können, ob er wohl noch mit ihr nach Hause darf oder nicht. Davon hängt nämlich die Speisenauswahl ab: Frauen wollen Männer Fleisch essen sehen, Frauen wollen aber Männer nicht Fleisch verdauen riechen. Bestellt man nen Salat, sieht man aus wie ein Mädchen, aber immerhin riecht man danach auch so. Denn bei einem sind wir uns ja wohl einig: Frauen furzen nicht.

Ähnliches Problem bei der Getränkewahl: Männer müssen Bier trinken. Bier liefert eine hervorragende Ausrede, regelmäßig aufs Klo zu gehen, wo man entspannt lüften kann. Wer auch immer sich die Umschreibung »stilles Örtchen« ausgedacht hat, war noch nie auf einem Männerklo.

Aber Bier treibt halt auch, und zwar nicht nur Urin, sondern auch Tränen in die Augen, wenn sich seine Abgase am nächsten Morgen einen Weg ins Freie bahnen. Ach ja, der nächste Morgen. Während sie schnell ins Bad springt, um sich die Zähne zu putzen, reißt er das Fenster auf und lüftet seine Decke - wenn er denn die Gelegenheit dazu bekommt. Tragisch die Situationen, in denen sie ihrem schlafenden Geliebten die Decke, die er des nachts bis zur Hüfte hinab weggestrampelt hat, über die freiliegende, muskelbepackte Brust ziehen will, sie anhebt und von seinen über nächtliche Stunden angesammelten Ausdünstungen überrascht wird.

Passiert Euch das in der ersten gemeinsamen Nacht: Herzlichen Glückwunsch! Das Eis ist gebrochen, Ihr erspart Euch Tage, in denen er nur unter lauter Musikbeschallung aufs Klo gehen kann, Nächte, in denen er darauf achten muss, erst nach ihr einzuschlafen, damit sich seine Schließmuskeln nicht unkontrolliert entspannen, Tage, in denen er sich abstruse Erklärungen für widerwärtige Gerüche ausdenken muss, und Nächte, in denen sich beim ersten Anzeichen von Erotik in erster Linie sein Dickdarm verhärtet.

Ich habe mir sagen lassen, Frauen fänden es generell eher gut, wenn Männer es irgendwann übers Herz brächten, ihr gesamtes Innenleben zu offenbaren. Wichtig sei dabei nur, dass der Mann den Furz dabei nicht zelebriere! Ein bißchen Scham gehöre schon dazu, wenn auch nur gespielte. So Sachen wie »Zieh mal an meinem Finger!« möge Mann also bitte unterlassen. Sowas unbedingt für den Jungsabend aufheben. Wenn Männer unter sich sind, erzeugen sie nämlich meiner Erkenntnis nach Pheromone, die die Darmgasbildung der anwesenden Geschlechtsgenossen stimulieren. Damit wir alles fahren lassen können, was uns im Alltag unter Druck setzt. Vermutlich sind es die selben Wirkstoffe, die die Werbung L-Casei oder Digestivum Essensis nennt, nur erkennen wir Männer das nicht, solange niemand sagt »Zieh mal an meinem Finger!« und Frauen sowieso nicht, weil die ja bekanntlich nicht furzen.

Aber ist es nicht herzallerliebst, wenn Frauen nach einer kurzen Denkpause stolz verkünden, sie hätten wahrscheinlich auch gerade gepupst? Wahrscheinlich! Gepupst! Wenn ein Mann furzt(!), dann gibt es da gar keinen Zweifel! Wir Männer durchschauen natürlich den liebenswerten Versuch unserer Partnerin, sich mit uns zu verbrüdern und zu zeigen: Du bist nicht allein. Wenn es soweit ist, dann weiß man: Das ist die Frau fürs Leben.

Mein Kumpel mit dem chronischen Räuspern hat die Frau fürs Leben mittlerweile übrigens gefunden. Ist dieselbe wie damals, als er mit dem vermeintlichen Ablenkungsgeräusch angefangen hat. Ist also wohl doch nur ein Tick. Der Glückliche.

Ein anderer Kumpel von mir - nennen wir ihn Axel, weil man mit dem Namen ohnehin üble Gerüche verbindet - posaunte da neulich einen traurigen Dreiklang in den ruhigen Abendhimmel, der fast ein bißchen menschlich klang. »Hast Du was gesagt?«, habe ich ihn gefragt, und er meinte: »Nein, ich versuche nur, meinem Arsch das Reden beizubringen. Weil ich immer so allein bin.« Der Traurige.

Und was ist mit mir? Hey, das hier ist alles nur Theorie - ich furze nicht.

1.3.08

Suchtgefahr

Kaum hat Deutschland den nächsten Uri Geller gefunden, sucht es schon wieder ein Topmodel und den nächsten Superstar. Ich bin gespannt, wann »Deutschland sucht den direkten Zugang zum Mittelmeer« neu aufgelegt wird. Das hat schon vor über 60 Jahren das ganze Volk begeistert.