Kommando: Rutsch!
So, dann macht ma alle. Und zwar gut.
Kleine Abenteuer in der grossen Stadt
Egal wie fancy pants Rucola auch ist: Nach zwei Wochen im Kühlschrank schimmelt das Zeug wie jedes andere auch.
Als mir meine Eltern im zarten Alter von sehrjung eröffnet haben, ich dürfe nun wie meine Geschwister vor mir Klavierspielen lernen, hab ich erstmal geheult. Und nicht, weil ich mich so gefreut hätte. Aber Klavier ist ja wenigstens ein anfängerfreundliches Instrument. Im Gegensatz zu den Saiteninstrumenten. Wenn man beim Klavier die richtige Taste trifft, ist alles gut. Klar, man kann sich immer noch tierisch verhauen, aber das quält weitaus weniger als etwa die nervigen Geigenkinder, die ja ständig mit dem guten Ton zu kämpfen haben. Ich hatte da zwei Zwillinge in meiner Schule, die es bis zum Abitur nicht hinbekommen haben, ein anständiges Geigenduett zu spielen.
Ich bin mir sicher, dass alle Blogger und sonstigen Computernutzer, die derzeit bei Ihren Familien in der alten Heimat sitzen, fernab ihres eigenen Rechners, ein gemeinsames Problem haben:
Hach, meine neuen Skier gehen ab, sag ich Euch! Die Beläge leider auch. Von 600 Kilometern Piste in Les Trois Vallées waren nämlich nur ein paar geöffnet, und auf denen lag dann relativ wenig Schnee, dafür aber relativ viel Stein.
...sprach eine innere Stimme zu mir. Eine, die wohl sonst nicht allzuviel mit mir zu tun hat, immerhin siezt sie mich. »Okay, wo soll's denn hingehen?« »Frankreich. Skifahren.« »Ausgezeichnete Idee!« »Kurbeln Sie doch gleich noch ein bißchen die Wirtschaft an.« »Es sei!«
Das Tolle am Alleinewohnen ist ja, dass man, wenn man will, den ganzen Tag nackend rumlaufen kann. Zumindest innerhalb der Wohnung. Oder man kann beim Duschen und auf dem Klo die Tür auflassen. Nu wohne ich ja nicht alleine, aber wenn Philipp nicht da ist, genehmige ich mir die eine oder andere Alleinwohnerfreiheit. Entsprechend überrascht war ich, als heute mittag, mitten während der Ausübung einer solchen, die Tür aufging.
Gestern habe ich eine umwerfend hässliche Frau im Plus gesehen, die schon von weitem betörend nach L’Eau d’Issey duftete. Da stand ich nun, zwischen dem Schogettenregal, bei dem die Erdbeerschokolade schon wieder fast ausverkauft war, und dem Dosenmais, der sich später als schlechter Jahrgang herausstellte, hin- und hergerissen zwischen Angriff und Flucht, als sich mein Hirn schließlich entschloss, mit beiden Enden des Sinnesspektrums gleichzeitig nicht klarzukommen: Während sich mein Geruchszentrum zu einem saftigen Steak weitete, versuchte mein Sehzentrum, durch die Gehörgänge zu entkommen. Zum Glück hatte ich Kopfhörer in den Ohren.
Aus einer Readme.txt:
Früher habe ich mir Sachen in Büchern immer möglichst genau vorstellen wollen. Wenn ich also ein Haus im Kopf hatte (das klingt jetzt irgendwie komisch) und plötzlich erfahren habe, dass es links eine Treppe gibt, die vorher nicht erwähnt wurde, dann musste ich die ganze Szene nochmal umdenken.
Ich fühle mich immer von der Außenwelt abgeschnitten, wenn ich kein Internet habe. Deshalb ist das erste, was bei einem neuen Rechner funktionieren muss, für mich immer der Netzanschluss. Geht ja eigentlich auch nicht anders: Die ganzen Treiber für den neuen PC wohnen ja im Internet.
»Mim Auto da?«, fragt der Mann. »Nä«, sag ich. »Dann mal viel Spaß. Das Gehäuse wiegt nackt 13 Kilo.« »Egal. Ich wieg nackt weitaus mehr.« Wobei ich verschwiegen habe, dass man mich nicht nach Hause tragen muss. Ich bin untragbar und kein Computer.