Kleine Abenteuer in der grossen Stadt

31.12.06

Kommando: Rutsch!

So, dann macht ma alle. Und zwar gut.

Ageless Stranger

»N'gudn.«
»Hi. Ausweis bitte.«
wtf?
»Da.«
»31? Alter Sack.«
WTF?!

28.12.06

Mess with the best, die like the rest

Egal wie fancy pants Rucola auch ist: Nach zwei Wochen im Kühlschrank schimmelt das Zeug wie jedes andere auch.

27.12.06

Ucoolele

Als mir meine Eltern im zarten Alter von sehrjung eröffnet haben, ich dürfe nun wie meine Geschwister vor mir Klavierspielen lernen, hab ich erstmal geheult. Und nicht, weil ich mich so gefreut hätte. Aber Klavier ist ja wenigstens ein anfängerfreundliches Instrument. Im Gegensatz zu den Saiteninstrumenten. Wenn man beim Klavier die richtige Taste trifft, ist alles gut. Klar, man kann sich immer noch tierisch verhauen, aber das quält weitaus weniger als etwa die nervigen Geigenkinder, die ja ständig mit dem guten Ton zu kämpfen haben. Ich hatte da zwei Zwillinge in meiner Schule, die es bis zum Abitur nicht hinbekommen haben, ein anständiges Geigenduett zu spielen.

Als mir meine Eltern im weniger zarten Alter von umdiesiebzehn eröffnet haben, ich dürfe nun wieder mit dem Klavier aufhören, habe ich fast wieder geheult. Ich war allerdings zu cool zum Heulen, also wollte ich fortan auch ein cooles Instrument spielen: Schlagzeug.

Denn Schlagzeuger sind sich einig: Die Coolsten sind die Schlagzeuger.
Der Rest der Welt ist sich blöderweise einig, dass die Gitarristen die Coolsten sind. Wenn man auf ner Party sitzt oder mit ein paar Leuten um ein Lagerfeuer herum und plötzlich packt wer die Gitarre aus und zupft oder schrammelt drauf los, dann ist der der Held. Als Schlagzeuger hockt man dann daneben und kann höchstens auf der Kartoffelsalatschale rumdängeln. Oder die Zweitstimme singen. Mit Betonung auf »Zweit«. Klar, eigentlich sind Leute blöd, die ihre Klampfe mit auf ne Party bringen, aber in erster Linie auch nur, weil sie auf sowas spielen können.

Aber nun hat mir meine tolle große Schwester das coolste Instrument der Welt geschenkt: eine Ukulele. Hat nur vier Saiten, passt in jeden Bierkasten und klingt so lustig, dass es niemand übel nimmt, wenn man die mal für ein kleines Liedchen aus der Hosentasche zieht.
Ich übe gerade das hier:



Ich brauche also nur noch eine romantische Situation und eine reizende Dame, die dazu Zweitstimme singt. Mit Betonung auf »Zweit«. Hähä.

25.12.06

192 Mbyte RAM

Ich bin mir sicher, dass alle Blogger und sonstigen Computernutzer, die derzeit bei Ihren Familien in der alten Heimat sitzen, fernab ihres eigenen Rechners, ein gemeinsames Problem haben:
Die Computer anderer Menschen sind so schrecklich LANGSAM!

23.12.06

Oh Borski!

Mein erstes Weihnachtsgeschenk war dieses D-Frag-Shirt, das mir
Herr »Vorragend« Oborski schon Tage vor dem Termin geschickt hat:

Wie man sieht, passt es super zu meinem Lieblings-Schweißband.
Ich danke ganz dolle und wünsche allgemein ein frohes Fest!

Eine Piste, viele Bäume: Allee, Allee, Allee!

Hach, meine neuen Skier gehen ab, sag ich Euch! Die Beläge leider auch. Von 600 Kilometern Piste in Les Trois Vallées waren nämlich nur ein paar geöffnet, und auf denen lag dann relativ wenig Schnee, dafür aber relativ viel Stein.

Das klang ungefähr so:
*swssss*
*swssss*
*swssss*
*krackkkk*
»Scheiße!«
*swssss*
*krackkkk*
»SCHEISSE!«
*swssss*
*swssss*

Aber egal, »non merci« heißt schließlich »keine Gnade«.

16.12.06

»Bitte fahren Sie fort.«

...sprach eine innere Stimme zu mir. Eine, die wohl sonst nicht allzuviel mit mir zu tun hat, immerhin siezt sie mich. »Okay, wo soll's denn hingehen?« »Frankreich. Skifahren.« »Ausgezeichnete Idee!« »Kurbeln Sie doch gleich noch ein bißchen die Wirtschaft an.« »Es sei!«
Also bin ich in die Stadt gefahren und habe mir für DAUSEND MACK neue Ski gekauft. Dafür sind die aber auch besonders toll. Und so Ski sind im vorweihnachtlichen Einkaufsmassaker eine große Hilfe. Halten Abstand und stimulieren die Schienbeine der Umstehenden.

»Wo Sie grad dabei sind, besorgen Sie sich doch noch ein Notebook, damit Sie auf der Hütte bloggen können.« »Nu übertreiben Sie mal nicht. Das mit dem Bloggen ist natürlich eine gute Idee, aber wenn's da kein WLAN gibt, steh ich schön blöd da. Da muss ich wohl auf ein Internet-Café hoffen, in dem ich spannende Pistenabenteuer veröffentlichen kann.« »Nun gut. Viel Spaß.« »Danke.«

Ich fahre nun fort.

15.12.06

Room Raiders

Das Tolle am Alleinewohnen ist ja, dass man, wenn man will, den ganzen Tag nackend rumlaufen kann. Zumindest innerhalb der Wohnung. Oder man kann beim Duschen und auf dem Klo die Tür auflassen. Nu wohne ich ja nicht alleine, aber wenn Philipp nicht da ist, genehmige ich mir die eine oder andere Alleinwohnerfreiheit. Entsprechend überrascht war ich, als heute mittag, mitten während der Ausübung einer solchen, die Tür aufging.

»Wir trudeln jetzt so langsam ein!«, schallte es mir aus dem Flur entgegen. Na super. Ihr solltet doch erst morgen kommen. »Ihr«, das ist ein Kamerateam von Bravo (oder Bravo Girl), die morgen bei uns eine Foto-Lovestory knipsen. Mit Betonung auf »morgen«. Dass die heute schon hier antanzen, hat mir keiner gesagt.

Stellt Euch vor, Ihr kriecht weihnachtsfeierbedingt total verkatert aus dem Bett, wollt erstmal ne Badewanne Kraneberger Helles trinken, was essen und wieder Mensch werden, und plötzlich kommen sechs bis acht Leute rein, um auf Eurem Sofa poppende Teenager zu knipsen.

Ja, genau das hab ich auch gedacht.

Ich muste natürlich erstmal mein Wohnzimmer aufräumen. Das wird nämlich die neue Wohnung von Pat, dem Helden der Lovestory. Philipps Zimmer wird zur Wohnung von Caro. Keine Ahnung, wo dann nachher geknattert wird. Ich habe auf jeden Fall versucht, möglichst viele indizierte Medien im Raum auszulegen, in der Hoffnung, dass die ins Bild kommen. Und die Pimmelkerze natürlich auch. Der Trick ist, sie so ins allgemeine Schreibtischdurcheinander zu integrieren, dass sie beim ersten Blick nicht auffällt. Ich werde mir wohl die nächste Bravo (oder Bravo Girl) kaufen müssen, um zu sehen, wie's geworden ist.

Weil ja gestern Weihnachtsfeier war, hat mir der schwule Maskenbildner auch gleich einen netten Rat gegeben: »Du könntest auch ein bißchen Makeup vertragen.« Ich wollte Katze haben. Oder Clown. Aber der hatte gar keine Farben dabei. Was für ein Maskenbildner ist das denn bitte?!

14.12.06

Kernspaltung

Gestern habe ich eine umwerfend hässliche Frau im Plus gesehen, die schon von weitem betörend nach L’Eau d’Issey duftete. Da stand ich nun, zwischen dem Schogettenregal, bei dem die Erdbeerschokolade schon wieder fast ausverkauft war, und dem Dosenmais, der sich später als schlechter Jahrgang herausstellte, hin- und hergerissen zwischen Angriff und Flucht, als sich mein Hirn schließlich entschloss, mit beiden Enden des Sinnesspektrums gleichzeitig nicht klarzukommen: Während sich mein Geruchszentrum zu einem saftigen Steak weitete, versuchte mein Sehzentrum, durch die Gehörgänge zu entkommen. Zum Glück hatte ich Kopfhörer in den Ohren.

In diesem Moment hat sich der Teil meines Hirns, der für das Überleben zuständig ist, in die entstandene Bresche geworfen. Habe mir also die letzten beiden Erdbeer-Schogetten gekrallt und bin entfleucht.

13.12.06

Ignore this Sign

Aus einer Readme.txt:

»These are the release notes. Seeing as we haven't released yet,
there are no notes. Enjoy the game.«

12.12.06

Schall und Rauch

Früher habe ich mir Sachen in Büchern immer möglichst genau vorstellen wollen. Wenn ich also ein Haus im Kopf hatte (das klingt jetzt irgendwie komisch) und plötzlich erfahren habe, dass es links eine Treppe gibt, die vorher nicht erwähnt wurde, dann musste ich die ganze Szene nochmal umdenken.

Heute mache ich das eigentlich nicht mehr. Harry Potter ist bei mir nicht son schlaffer Lappen, Mitch Rapp kein Linkshänder (wie soll man denn mit links anständig schießen?) und Roland Deschain sieht auch irgendwie anders aus. Aber als ich da neulich »The Drawing of the Three« gelesen hab, musste ich doch nochmal umdenken:

Darin sitzt ein Kerl in einem Flugzeug. Unterhält sich mit der Stewardess. Stewardess geht in die Teeküche und raucht eine. Moment, raucht eine?! An der Stelle hab ich ins Impressum blättern müssen: »Raucht eine?! Im Flugzeug?! Das muss ja zwanzig Jahre her sein!« Ich kann mich noch vage erinnern, wie ich vor über zwanzig Jahren mal nach Tunesien geflogen bin, und da gab es tatsächlich noch Raucherplätze. Und in der Tat: Das Buch ist von 1987. An dieser Stelle ist, *morph*, das Flugzeug in meinem Kopf und alles darin 80er geworden (das klingt jetzt sogar noch komischer): fiese Sitzbezüge, Dauerwellen, Typen mit Goldkettchen.

Außerdem ist die Stewardess dramatisch hässlicher geworden. Rauchende Frauen werden mir in letzter Zeit nämlich zusehends unsympathischer. Da kann dann ein durchaus adrettes Ding vor mir an der Pluskasse stehen - wenn die Kippen auf's Band legt, ist's vorbei.

Vielleicht sind die Zigaretten ja für den Freund, aber das hilft dann auch nix mehr. Frauen mit Freund erkennt man grundsätzlich eh daran, dass sie nicht rauchen, super aussehen und eigentlich perfekt sind.
Was bleibt da noch zu sagen außer »Waaaah!«?

11.12.06

Gut gemeinter Studienrat

Ich fühle mich immer von der Außenwelt abgeschnitten, wenn ich kein Internet habe. Deshalb ist das erste, was bei einem neuen Rechner funktionieren muss, für mich immer der Netzanschluss. Geht ja eigentlich auch nicht anders: Die ganzen Treiber für den neuen PC wohnen ja im Internet.

Entsprechend erbost bin ich, dass von allen Sachen an meinem neuen PC ausgerechnet die WLAN-Karte nicht richtig funktioniert. Die Konfigurationsdatei läuft zwar, behauptet der Taskmanager, aber außer einem zaghafen *Bing* tut sie nichts. Ist Ihr vielleicht zu kalt hier, das ist ja immerhin eine Exe.

Die alten Treiber laufen irgendwie, aber scheinbar lässt mein neues Gehäuse keinen Funk durch. Ganz schön ätzend. Acid Funk quasi. Ich muss den Rechner daher mit seinem kabeligen Arsch zum Raum hinstellen, bis ich mir ne neue Antenne besorgt hab.

Aber das ist es mir wert, denn Internet ist mir wie gesagt unheimlich wichtig. Spätestens, seit eine tolle Studie der »Penner am Monitor«, leet-speakmäßig P4M abgekürzt, herausgefunden hat, dass es im Internet ALLE »KILLERSPIELE« DIESER WELT illegal zum Runterladen gibt! Egal ob indiziert oder nur ab 18! Scheißegal, P4M kann das offensichtlich eh nicht auseinanderhalten.

Wie konnten die das nur so schnell rausfinden?! Ganz einfach: Deren Chefs, der Greipl Wolfgang und der Neuner Hubert aus Taufkirchen (nicht mit »ch« wie in »Entchen«, sondern mit »ch« wie in »Oh mein Gott, ein Rucolablatt hängt mir in die Kehle hinab! CHH! CHH!«) setzten dazu »modernste Technologien ein, um die für ihre Kunden relevanten Inhalte aus dem Internet zu filtern«. Uiuiui.

Ich werde nun mit Hilfe modernster Technologie (d.h. mittels meines Hirns, gespeist durch zwei Tic Tac Orange) eine Studie anfertigen, die überprüft, ob es auch alle aktuellen Kinofilme im Internet gibt.

Achtung... LOS!

Das verblüffende Ergebnis: Ja, gibt es.
Alle Singles und Alben der Charts? Auch.
Anleitung zum Bombenbau? Jupp.
Marihuana? Durchaus.
Pornos? Warum sonst sollte ich mich aufregen, dass mein WLAN spinnt?

Meine Studie kommt also zu dem Ergebnis, dass Jugendschutzgesetze Urhebergesetze Betäubungsmittelgesetzte alle Gesetze nicht mehr funktionieren und die Gesellschaft bitte umgehend ins Chaos stürzen möge.

Die einzige Lösung: Pfeiffer, Beckstein und Schünemann müssen das Internet abhören, regelmäßig ausdrucken und abheften, damit sowas nicht passiert. Ich würde gerne helfen, aber mein WLAN spinnt ja rum.

Shotgun Hero

Grün, Grün, Rot, Rot, Blau, *BAM*, *BAM*!

7.12.06

Blue screen shoes

»Mim Auto da?«, fragt der Mann. »Nä«, sag ich. »Dann mal viel Spaß. Das Gehäuse wiegt nackt 13 Kilo.« »Egal. Ich wieg nackt weitaus mehr.« Wobei ich verschwiegen habe, dass man mich nicht nach Hause tragen muss. Ich bin untragbar und kein Computer.

Mein neuer PC ist da. Also, er steht in meinem Zimmer. Hatte nach der Schlepperei bislang noch keine Kraft, ihn auszupacken. Außerdem graut's mir ein wenig vor dem Installationsorama, das man mit jedem neuen Rechner über sich ergehen lassen muss. Von den ganzen Daten und Einstellungen, die man anschließend wiederherstellen muss, obwohl man sie schon seit Jahren vergessen hat, mal ganz abgesehen. Daher jetzt der hoffentlich letzte Blogeintrag auf der alten Maschine.

Ab morgen werd ich dann nicht nur unheimlich schnell spielen können, sondern endlich auch wieder entspannt bloggen. Denn es macht einfach keinen Spaß, nach jedem Halbsatz speichern zu müssen, nur weil es nach jedem Vollsatz den Rechner zerreißt. Die alte Mühle sagt zum Abschied leise »krrrrz«:


P.S.: Braucht jemand topschicke Hardware mit Wurm drin?