Kleine Abenteuer in der grossen Stadt

31.5.06

Nächstenliebe, Freiheit, Vielfältigkeit

Da will in Holland doch glatt eine Pädophilenpartei aufmachen. Die will Sex »auf freiwilliger Basis« ab zwölf freigeben - und auf lange Sicht irgendwann ganz. 16jährige sollen in Pornos mitmachen dürfen, Kinderpornobesitz legal werden und, wenn wir schon dabei sind, Sex mit Tieren wäre doch eigentlich auch okay.

Die Aufregung darüber hält sich in Holland scheinbar in Grenzen: Jeder Vierte hält ein Verbot der Partei für Zensur. Ich bin auch gegen ein Verbot. Im Gegenteil: Die sollen da mal schön beitreten, dann kann man sie auf ihrem ersten Parteitag allesamt einsperren.

Langfristige Lösung sehe ich indes in der Pille für den Mann. Einfach 50 davon in ne Schrotflinte und den Typen den Kopf abschießen.
DAS nenne ich politisch korrekt.

Baron Herrmann von Hinten

Wie herrlich es ist, wenn auf einer Veranstaltung die weibliche Vortragende vor der Menge steht, der männliche Co-Korrespondent in der letzten Reihe sitzt und statt auf Geheiß nach vorne zu kommen lieber durch den Saal ruft:
»BLEIB GRAD STEHEN, ICH MACH'S VON HINTEN!«.

30.5.06

Lieber spät als nie

Es ist ja nicht ganz leicht, mithilfe meines Counters herauszufinden, wer hier wann was geschrieben hat. Von mir selbst mal abgesehen.
Aber als hier heute »Eine Frau aus München« um 15:15 Uhr einen Eintrag kommentiert hat, der schon ein Jahr alt ist, da hab ich mir gedacht: Wer DAS war, lässt sich doch feststellen. Und tatsächlich, die Dame hat offensichtlich über Google um 15:07 Uhr nach einem »guten Haarschnitt in München« gesucht, ist dann aber statt bei einem Friseur nur bei mir gelandet. Klar, das nervt. Aber von welchem Foto spricht die Frau?

Immerhin hat sie neben der IP auch ihren Namen dagelassen: Saublöd. Sehr ungewöhnlich. Davon kann allerdings auch keine Frisur ablenken.

29.5.06

Freitag gibt's lecker *****!



















Ich will ja nicht wissen, was das automatische Textzensurprogramm da aus dem Speiseplan unserer Kantine rausgeschnitten hat. BESCHISSENER SPARGEL? Kotzbrocken -mit rohem Schinken-?
Ich freu mich heute schon drauf.

28.5.06

Nukular. Es heißt Nu-ku-lar.

Haha, gerade läuft ein unglaublich superbeschissener Film auf RTL2. Es liegt nicht nur an Udo Kier. Oder der billigen Ausstattung. Oder dem dämlichen Titel »Nuklear-Anschlag: Die Bombe im Atomkraftwerk«. Oder RTL2 per se. Es liegt daran, dass sieben der ersten zehn Filmuten aus Terminator 2 stammen.

Ein paar böse Buben, angeführt von Udo »Ze eevel German« Kier überfallen ein Hochsicherheitsgebäude mit hoch sicheren Sachen drin. Und klauen radioaktiven Firlefanz. Was für einen kurzen Moment die Frage aufwirft, warum sie das tun, suggeriert der Filmtitel doch, dass Udo Kier heute eine Bombe in einem Atomkraftwerk legen will. Und warum Eulen nach Athen tragen? Aber egal, weitaus amüsanter ist die Tatsache, dass die Schurken bei Cyberdyne Systems einbrechen. Wir erinnern uns: Da steigen auch Terminator Arnie, Sarah Connor (die richtige), John Connor und Miles Dyson ein, um den Arm und den Chip des ersten Terminators zu klauen. Nun ist es nicht etwa so, dass nur Kinofans das Gebäude wiedererkennen würden - die Kamera schwenkt langsam am großen Schild vorbei, auf dem Cyberdyne Systems steht. Es ist nunmal das identische Stück Film.

Als die bösen Buben drinnen den radioaktiven Firlefanz klauen und Bomben legen (ahso! Ist das hier das Atomkraftwerk?), rauschen draußen Polizisten vor. Klar, das sind die Jungs aus Terminator 2. Springen aus den Autos, richten ihre Knarren in Richtung Gebäude. Dann kommt auch der Helikopter angeflogen und kreist ein paar mal ums Haus. Ein SWAT-Team schlägt Scheiben ein und rennt in den Empfangsbereich. Kennt man. Drinnen läuft Ze eevel German in den zweiten Stock hoch, packt ganz viele Waffen aus und schiebt zusammen mit einem Kumpanen einen Schreibtisch durch's Fenster. Arnie hat das in Terminator 2 locker mit nem Fußtritt gemacht, aber so stark ist der Kier ja nicht. Also wieder ne geklaute Szene. Ich schätze, dann kommt eigentlich eine wilde Ballerei, die hat RTL2 aber rausgeschnitten.

Nun rauscht ein einzelnen SWAT-Wagen durchs Chaos. Das Chaos kommt ein wenig überraschend, immerhin hat RTL2 die große Ballerei rausgeschnitten. Im Laster sitzt ein Komplize, der nun den Udo retten soll. Wir erinnern uns: Eigentlich hat Arnie grad einem Dutzend Polizisten in die Beine geschossen und sich dann den SWAT-Wagen von der Straße geklaut, um Sarah und John rauszuholen. Auf jeden Fall rauscht die Kiste durch die Glasfront in den Empfangsbereich von Cyberdyne Systems, in dem ein Dutzend Polizisten rumhumpelt. Warum's in »Nuklear-Anschlag: Die Bombe im Atomkraftwerk« humpelnde Polizisten gibt, wird nicht verraten. Kier springt nun jedenfalls mit seinen Gefolgsleuten ins Auto und rauscht durchs unerklärliche Durcheinander davon, hinter ihm brennt das Gebäude. Warum brennt das? Weil Dyson in Terminator 2 alles in die Luft sprengt. In »Nuklear-Anschlag: Die Bombe im Atomkraftwerk« ist aber noch nix explodiert, das kommt jetzt erst: Die Bombentimer ticken auf Null, nu kommt erst die Explosion. Die man ja auch schon kennt.

Das wäre ja eigentlich schon genug, aber nein, nu bekommt das erlesene Publikum noch die Verfolgsgungsjagd zwischen dem T1000 im Hubschrauber und Arnie im SWAT-Wagen in Zweitverwertung präsentiert. Warum statt einem Polizisten ein dreiarmiger Robotter den Helikopter steuert und dabei durch seine Windschutzscheibe ballert, das erklärt »Nuklear-Anschlag: Die Bombe im Atomkraftwerk« nicht.
Warum auch, es schaut ja eh keiner mehr zu.

27.5.06

Reisende soll man nicht aufhalten

Hab gestern 21,10 Euro auf der Tanzfläche vom Keller gefunden. Sie wollten aber nicht mit heim kommen, sondern lieber an der Bar bleiben.

26.5.06

Allwissende Müllhalde

Jeder Film braucht eine Jean Grey. Die von den X-Men, die Telekinese und Telepathie und wahrscheinlich auch Telefonie kann.
»Jean, was ist da hinter der Tür?« »Der Professor und ein anderer Mutant. Sie stecken in einer Art Illusion!«
»Hat jemand John gesehen?« »Er ist bei Magneto...«

So überbrückt man störende Filmminuten, in denen die übrigen Helden rausfinden müssten, was passiert ist. Die Handlung hängt? Jean fragen.
Im idealen Film säße Jean Grey wahrscheinlich auf einem Stuhl und würde immer nur sagen, wo gerade was los ist. Dann würden sich schwarz vermummte und schwer bewaffnete Männer genau da aus einem Hubschrauber abseilen und es ginge los. Ich ruf ma Hollywood an.

Zweidrittelmehrheit

Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge ist Glück das Produkt aus
1.) einem tollem Job,
2.) einer schönen Wohnung und
3.) einer funktionierenden Beziehung.
Das gleichzeitige Auftreten zweier Faktoren ist wohl schon selten genug, also muss ich mich wohl für's Erste damit zufrieden geben.

Das hier ist übrigens mein 500ster Eintrag. Was für ein Glück.

23.5.06

Superlied to the Rescue!

Es sieht vielleicht grad nicht unbedingt nach Sommer aus, aber man kann ja schonmal die passende Musik auflegen. Vielleicht kann mir Sarah ja auch übersetzen, was die lustigen Japaner da eigentlich singen.

22.5.06

Lusor non calculat

Ob der Bär nu der erste seit 140 oder 170 Jahren ist, ist doch eigentlich wurscht. Was sind schon 30 Jahre? Nix! Das rede ich mir zumindest jeden Tag ein. Aber wo wir gerade beim Rechnen sind:

Eine Mutter ist 21 Jahre älter als ihr Kind. In sechs Jahren wird das Kind fünfmal jünger sein als die Mutter. Wo ist der Vater gerade?

Bärendienst

In Bayern steppt der Bär. Zum erstmal seit rund 140 Jahren. Oder 170 Jahren. Kommt drauf an, welches Käseblatt man liest. Der Bär, »der seit Tagen durch Tirol wandert«, hat angeblich auch schon sieben Schafe gerissen. Das stelle ich eher niedlich vor, so einen wandernden Bären. Mit einem kleinen Hut und einem kleinen Rucksack und einem kleinen Stock in der Tatze. Und die gerissenen Schafe? Die sind wahrscheinlich ebenso verschlagen wie gerissene Hunde.

Also keinen Grund zur Sorge: Der Bär levelt nur. Und mit Level 60 gewinnt der dann den Grand Prix. Aber das steht in einem anderen Blog.

21.5.06

Immer wieder sonntags kommt die Erinnerung

Ich hoffe, sie bringt den Freitagabend mit. Von dem fehlen mir nämlich Teile. Wenn sie mag, darf sie dafür ein paar Szenen von gestern haben, und zwar ab dem schicksalshaften Moment, in dem Armenien völlig überraschend und in schneller Folge doch noch Punkte für seinen Eurovisions-Beitrag bekam. Alles oberhalb von sieben Punkten wurde nämlich in geselliger Runde mit einem Schnaps für den jeweiligen Landesvertreter vergütet. Ich war Armenien und Dänemark.
Die Dänen haben zum Glück überhaupt keine Punkte bekommen.

Hach, hätten wir nur die grausigen Konsequenzen bedacht. Die:

Oder die:

20.5.06

Stellt Euch mal nicht so an

wie die Leute bei der Wii-Präsentation.

19.5.06

Kiss the girls

Aufgrund gleich vier völlig unterschiedlicher aktueller Anlässe sehe ich mich genötigt, zu einer kleinen Umfrage aufzurufen:
Wer von Euch kennt Mädels, die gelegentlich unter Alkoholeinfluss mit anderen Mädels rumknutschen? Wie findet Ihr das?

Wie schaut's aus mit den knutschenden Mädels?
Ich kenne ein paar davon und bin daher der Ansicht, dass das eigentlich ziemlich normal ist. Hey, wenn ich betrunken bin, will ich auch immer mit Mädchen knutschen. Ich würde allerdings zwischen mehreren Mädchenknutschermädchentypen unterscheiden.

Die Show-Knutscherin macht das eigentlich nur, weil Jungs dabei gerne zuschauen. Klar, sie ekelt sich nicht gerade vor Mädchen, aber eigentlich will sie sich damit bei den Kerlen interessant machen.

Die Überzeugungs-Knutscherin küsst gerne Mädchen, weil Mädchen einfach gut zu küssen sind. Dabei ist es eigentlich wurscht, wer zuschaut.

Dann gibt's da noch die Lesben.

Und zuguterletzt noch die, die bislang nie die Gelegenheit hatten, das mal auszuprobieren (vielleicht zu behütet aufgewachsen, oder in nem Dorf oder umringt von potthässlichen Mädchen oder alles drei) und dann plötzlich die Gelegenheit dazu bekommen und am Schopfe packen. Tja, die müssen sich dann wohl überlegen, wohin die Reise geht.

Was das hier für welche sind, könnt Ihr selbst entscheiden:

Goooood morning Vietnaaaam!

Ich merke gerade, dass Fernsehnachrichten inklusive Irakanschlägen, Arbeitslosigkeit und allgemeinem Werteverfall nur halb so schlimm sind, wenn man dabei leise chillige Musik hört. Zum Beispiel die fröhlichen Sachen von Phoenix. Wenn dann auch noch die Sonne scheint wie gerade eben, kann der Tag eigentlich nur noch super werden.

18.5.06

CDV est divisa in partes duas

CDV schreibt nicht nur solche Pressemitteilungen, sondern auch solche:

17.5.06

Land of the freaks and the home of the grave errors

Wo wir grad schon seit einer Weile thematisch im Land der begrenzten Unmöglichkeiten wildern: Die USA sind das einzige Land, in dem das Echtzeit-Strategiespiel »Rush for Berlin« geschnitten ist.
Weil darin Gewalt gegen Tiere gezeigt wird: Man kann Wölfe jagen.

16.5.06

Heroine Addict

Ich wollte ja noch was über Guitar Hero 2 bloggen. Also gut, da:

Die Songliste konnte ich mir nicht so recht merken.

15.5.06

Hell freezes, over

Man soll ja nicht alles glauben, was man so im Internet liest, man kann aber über viel davon lachen. Hier ist sowas:

Angeblich hat ein Professor der NUI Maynooth in der Grafschaft Kildare, Irland, im Abschlusstest Chemie eine Bonusfrage gestellt: Ist die Hölle exotherm (gibt Wärme ab) oder endotherm (absorbiert Wärme)?

Hier die Antwort eines Studenten:

»Zuerst müssen wir herausfinden, wie sehr sich die Masse der Hölle über die Zeit verändert. Dazu benötigt man die Zahl der Seelen, die in die Hölle wandern und die Zahl der Seelen, die die Hölle verlassen. Ich bin der Meinung, dass man mit einiger Sicherheit annehmen darf, dass Seelen, die einmal in der Hölle sind, selbige nicht mehr verlassen. Also verlässt keine Seele die Hölle. Bezüglich der Frage, wieviele Seelen in die Hölle wandern, können uns die Ansichten der vielen Religionen Aufschluß geben, die in der heutigen Zeit existieren.

Bei den meisten dieser Religionen wird festzustellen sein, daß man in die Hölle wandert, wenn man ihnen nicht angehört. Da es mehr als nur eine dieser Glaubensbekenntnisse gibt und weil man nicht mehr als einer Religion angehören kann, kann man davon ausgehen, daß alle Seelen in die Hölle wandern. Angesichts der bestehenden Geburts- und Todesraten ist zu erwarten, daß die Zahl der Seelen in der Hölle exponentiell wachsen wird.

Betrachten wir nun die Frage des sich ändernden Umfangs der Hölle. Da laut Boyles Gesetz sich der Rauminhalt der Hölle proportional zum Wachsen der Seelenanzahl ausdehnen muß, damit Temperatur und Druck in der Hölle konstant bleiben, haben wir zwei Möglichkeiten.
1. Sollte sich die Hölle langsamer ausdehnen als die Menge hinzu- kommender Seelen, wird die Temperatur und der Druck in der Hölle so lange steigen bis die ganze Hölle auseinanderbricht.
2. Sollte sich die Hölle schneller ausdehnen als die Menge hinzu- kommender Seelen, dann werden Temperatur und Druck fallen, bis die Hölle zufriert.

Welche der Möglichkeiten ist es nun?
Wenn wir Sandras Prophezeihung miteinbeziehen, die sie mir gegenüber im ersten Studienjahr geäußert hat - nämlich, dass »es in der Hölle ein kalter Tag sein wird, bevor ich mit dir schlafe« - sowie die Tatsache, daß ich gestern mit ihr geschlafen habe, kommt nur Möglichkeit Zwei in Frage.

Deshalb bin ich überzeugt, daß die Hölle endotherm ist und bereits zugefroren sein muss.

Aus der These, wonach die Hölle zugefroren ist, folgt, dass keine weiteren Seelen dort aufgenommen werden können und sie erloschen ist... womit nur noch der Himmel übrigbleibt und die Existenz eines göttlichen Wesens bewiesen ist - was wiederum erklärt, warum Sandra gestern Abend die ganze Zeit »Oh mein Gott« geschrien hat.«

14.5.06

It never rains in southern California

Aber in München schon. Dabei hab ich mir doch grad sagen lassen, man solle um den Jetlag kleinzuhalten viel in die Sonne gehen. Damit der Körper weiß, dass er zuhause ist. Das klappt ja nu nicht so richtig.
Na gut, koch ich mir eben Nudeln mit Thunfischsauce. Dann weiß mein Körper auch, dass er zuhause ist.

Leaving on a jet plane

Bombenstimmung bei der Abreise. Ich halte trotzdem mein Maul.
Wenn man mich schon so freundlich bittet.

Ich traue mich in Amerika nicht einmal mehr, einfach so über die Straße zu gehen. Weil wahrscheinlich verboten. Im Vergnügunspark das T-Shirt ausziehen: wahrscheinlich verboten. Bier in der Öffentlichkeit trinken: wahrscheinlich verboten. Den Rasen betreten: wahrscheinlich verboten.

Hoffentlich ist morgen schönes Wetter in München. Also heute. Bei Euch ist ja schon Sonntag, bei mir ist noch Samstag. Jedenfalls werd ich mich dann im Englischen Garten rumwälzen und Bier trinken. Das mit dem T-Shirt ausziehen, das muss ich mir erstmal ne Weile verkneifen.

13.5.06

Flesh for Fantasy

Die E3 ist rum, und ich hab endlich Zeit, mich zum Essen hinzusetzen. Meine Schwester Julia sagt immer, man muss sich zum Essen hinsetzen. Sonst weiß der Körper nicht, dass er gerade gefüttert wird und bleibt hungrig. Wenn das stimmt: Können sich die Amis bitte mal alle zum Essen hinsetzten?! OMG, Ihr seid alle so fett! Dabei gibt es hier doch eigentlich alles in fettfrei. Fettfreie Schokolade, fettfreie Milch, wahrscheinlich sogar fettfreies Fett. Hilft alles nix.

Schon am war ersten Messetag war ich begeistert: »Schaut mal, die haben den dicksten Mann des bekannten Universums eingeladen!« Aber nein, das war nur ein Türsteher. Als Messegänger ist man hier leider darauf angewiesen, zu essen, was einem angeboten wird. Und das ist alles fieses Fettzeug. Ich bin extra gestern mal zum Subway gegangen, um mir etwas halbwegs gesundes zu suchen. Roast Beef Footlong bestellt. »You wanna oil with that?« »Hell NO!«

Heute habe ich ein unglaublich tolles Riesensteak gegessen. Zum Abschied. An Amerika und die Völlerei. Wer auch immer mir nachgesagt hat, mein Arsch sei weg: Er ist wieder da. Wer auch immer meinte, ich sei zu dünn, um ich selbst zu sein: Ich bin's wieder. Wer auch immer meinte, ich hätte zu wenig gebloggt in letzter Zeit: I'm back.

9.5.06

Nerd Alert

Heute gab's die ersten E3-Veranstaltungen, daher sind heute auch so ziemlich alle Journalisten in unser Hotel eingefallen, die die Bude halten kann. Und jeder einzelne von denen hat natürlich sofort damit angefangen, World of Whorecraft oder Gilbwars zu spielen oder Pornos runterzuladen. Dabei wollte ich das doch grad machen - die dusseligen Spiele mal ausgenommen. Jedenfalls ist die Internetleitung des Hotels total überlastet, so dass ich noch nichtmal unser eigenes E3-Tagebuch anschauen kann. Emailen geht grad auch nicht, und bloggen... naja...wenn Ihr das lest, hat's wohl geklappt. Das weiß ich aber erst, wenn ich auf "Post veröffentlichen" klicke und das Notebook nicht stirbt.

Daher spare ich mir Berichte über mein uriges Hotelzimmer, den Männervergnügungspark, in dem es nur Achterbahnen gibt oder die Unmöglichkeit, sich in diesem Land gesund zu ernähren, für Zeiten auf, in denen die Nerds was anderes machen. Nerds sind übrigens, wie ich neulich von Pia und gerade erst am eigenen Leib erfahren hab, auch kleine Zuckersüßigkeiten. 15 Gramm davon haben 60 Kalorien.
War ja klar. Amerika.

7.5.06

Time Warp

Bin wie geplant letzte Nacht nicht in der Zeit gereist. Habe die 1.21 Gigawatt gespart, um den Flug nach Los Angeles zu überspringen.

Aber irgendwas ist dabei schief gelaufen, denn nu geht hier die Uhr falsch. Es ist jetzt angeblich 17:51 Uhr. Ich werde mir wohl Nahrung suchen und dann nach morgen früh weiterspringen.

6.5.06

No! Sleep! Till Brooklyn!

Ich schlafe nicht. Ich springe in der Zeit vorwärts.

4.5.06

The Teutonic Ten: League of Extraordinary Bavarians

»We came here to kick ass and eat wienerschnitzel...
and we're all out of wienerschnitzel.«
Der Lederhosen, »Aus Den Augen, Aus Dem Sinn« (TT:LXB S1, Ep.3)

We are pleased to announce that Schadenfreude Interactive have acquired the TEUTONIC TEN license! You, who are not German, will not understand, but the Teutonic Ten was the popular cartoon on German television from 1977-1979. Although some said it was merely a copy of the American Justice League this is not quite so. The Teutonic Ten comic books originated in the early 1960s, and these Superheroes are beloved by many Germans as they represent many of the positive characteristics and spirit of our country. Also they were to be »kicking ass« in a multiplicity of ways.

From left to recht: Der Lederhosen, Steinmaiden, Black Forest, Blutwurst, Kappelmeister, Edelweiss, Doktor Uhrmach, Schrödinger, Ottowerks, Giftzwerg.

I personally am a large fan of the comic. I am having all the action figures, including the Chalet Of Steel (the Ten's alpine fortress) play-set that which was joyfully received at Weihnachten in 1977. Somewhere even, my mother has a Photograph of my little brother and I proudly in our Teutonic Ten UberUnterhosen, although this photo is seen not here or anywhere. My favorite episode of the TV show was the final season's »Also Sprach Zarathustra«, although »Cat und Maus: Schrödinger vs. Chronomouse« from season one is close second. My favorite team member is Der Lederhosen, although I did have a large fondness for Edelweiss, as did many young German men.«

Karsden Mörderhäschen, CEO of Schadenfreude Interactive

3.5.06

Schwere Quetschung!

Guitar Hero war gestern. Na gut, auch vorgestern. Und letztes Wochenende. Aber nu kommt ja der Sommer, und danach das Oktoberfest, und dann, dann bin ich der AKKORDEON HERO!


Mach den Masskrug voll für maximale Schunkel-Power! Heidewitzka!


Polka Deinen Weg vom Ratskeller bis zur Wies'n, mit allen Hits: Von »In München steht ein Hofbräuhaus« bis zu »Ein Prosit der Gemütlichkeit«!


[via Pepper, dem Finder feiner Sachen]

2.5.06

Dreams are my Reality

Heute, also heute, DA hab ich einen Blödsinn geträumt. Da war die Spielwarenladennummer von gestern ein Scheiß dagegen.

Es fing ja ganz nett an: Mir träumte, ich spülte Guitar Hero. »Even Rats« von The Slit, das Ding nagel ich im Schlaf. Aber nicht im Halbschlaf. War nämlich wieder einer dieser fiesen Echtzeitstrategieträume, in denen ich weder wach bin noch penne. Das hab ich bis gegen halb drei mitgemacht, dann hatte ich die Schnauze voll.

Also hab ich anschließend geträumt, ich würde mich, weil ich ja nicht schlafen konnte, vor den Fernseher setzen. Da hab ich dann eine dieser grässlichen turbulenten Verwechslungskomödien zusammengeträumt. Ihr wisst schon, die, die immer mit einer Zusammenfassung des Werdegangs der Hauptpersonen enden: »Claudia hat Christoph dann doch noch geheiratet! Die beiden wohnen jetzt in Hamburg! Und Frank, ja der hat sich endlich seinen Boxter gekauft! BLABA!« In der letzten Szene sind dann alle in der Karre fröhlich lachend eine Allee runtergefahren. Vermutlich in Hamburg. Pro7-Weltpremiere eben. Ich kann mir spontan keine neuen Spielsachen ausdenken, dafür aber turbulente Verwechslungskomödien. Wuäch.

Ganz klar, dass ich geträumt hab, danach entnervt ins Bett gegangen zu sein. Da war's so halb fünf. Gerade da hat der langhaarige Teenie von oben drüber angefangen, tierisch laut Musik zu hören. War mir eigentlich egal, das Lied war gut. Und dass über mir gar kein langhaariger Teenie wohnt, war mir auch wurscht. Traum halt. Aber als seine Eltern angefangen haben rumzubrüllen, er solle leiser machen, da bin ich auch wieder wachgeworden. Also im Traum. Und auch in echt ein bißchen. Hach, kompliziert, das alles. Der Teenie ist dann zu mir gekommen und wollte wissen, wo man Ninja-Stöcke kaufen kann. Ich hatte indes keine Ahnung, was das sein soll. Der Teenie natürlich auch nicht. Wie auch. Ich hab ja gestern schon festgestellt, dass in meinem Träumen unterbewusst alle immer das Gleiche wissen.

Als ich den Typen rausgeschmissen hab, war's so sechs Uhr. Habe mich dann entschieden, doch nicht schon um halb acht aufzustehen - und anschließend die nächsten zwei Stunden halbschlafend versucht, mich an Details aus den Träumen zu erinnern.

1.5.06

Toysaurus

Ich gehe immer noch gerne in die Spielwarenabteilung von Kaufhäusern. Ma gucken, womit die Kinder heutzutage spielen. Das mache ich auch gerne in fremden Ländern. Am meisten Spaß hatte ich dabei wahrscheinlich in Tokio. Da hatten sie eine riesige Abteilung mit Figuren aus der Hamutaro-Trickserie. Dieser kleine Hamster, der in Deutschland Hamtaro heißt. Wobei, so heißt er in Japan eigentlich auch, denn Hamutaro wird Hamtaro ausgesprochen. Genauso wie man das »u« in Yakuza auch nicht spricht. So, genug kluggeschissen, wo war ich? Genau, vor dem Hamutaro-Regal. Da gab's dann noch einen Fernseher, auf dem in Endlosschleife ein Video mit den ganzen Hamstern kam. Die haben alle fiepsig gesungen und dabei getanzt. Woraufhin ich furchtbar lachen musste. Woraufhin sich kleine Japanerkinder um mich geballt haben, um sich den merkwürdigen lachenden Mann anzusehen. Dabei haben sie ganz große Augen gemacht. Zumindest so groß, wie das für Japanerkinder möglich ist.

Neulich habe ich geträumt, ich wäre in einem riesigen Spielwarenladen. Ungefähr so unendlich groß wie die Waffenkammer in der Matrix. Mit Gängen bis zum Horizont. Hab mich schon gefreut, weil ich dachte »Wow, ganz viele neue Spielsachen!«, und was gab's? Nur Schrott. Meinen alten Schrott, um genau zu sein. Alte Masters-Figuren, lieblos schwarz lakiert. Oder silber. Die hatten dann immerhin rotgemalte Augen.
Traumdeuter hätten daran wahrscheinlich ihre helle Freude, ich deute das indes so: Ich konnte mir spontan einfach keine neuen Spielsachen vorstellen. Wenn ich sowas könnte, wäre ich ja auch in der Spielwarenindustrie. Das ist die große Schwäche an Träumen: Da weiß man ja leider auch nicht mehr als im wachen Zustand. Ich könnte also Einstein im Traum treffen und ihn fragen, wie er das nu genau gemeint hat mit emc und so, und er könnte mir das genauso wenig erklären wie ich ihm.
Ich glaube, das nächste mal träume ich lieber von der Matrix-Waffenkammer. Wie Waffen aussehen weiß ich.