Ab dafür!
Heute hab ich im Spiegel gesehen, dass sich Affen gerne mal gegenseitig die Eier abreißen. Huch, nein, das kam jetzt ganz falsch rüber.
Heute hab ich im Spiegel gelesen, dass sich Affen gerne mal gegenseitig die Eier abreißen.
Aber ansonsten sind die angeblich ganz nett und, wie alle Tiere, nie absichtlich böse zueinander. Dabei hat Bosheit einen Sinn:
Sie erzieht zur Fairness.
Das lässt sich im so genannten Ultimatumspiel belegen. Hier erhält eine Versuchsperson Geld, zum Beispiel 100 Euro. Davon muss sie einer weiteren Person einen Teil abgeben. Wie viel, kann sie selbst entscheiden. Nimmt der Partner das Angebot an, gilt der Deal. Falls nicht, ist das Geld für beide futsch.
Obwohl also keiner was davon hat, wenn Person B ablehnt, machen das viele, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen. Etwa, wenn Sie nur 25 Euro abbekommen sollen. Sie schlagen also wissentlich einen Gewinn aus, nur um dem anderen zu schaden - bestrafen sich also lieber selbst, als den Anderen mit seinem unfairen Verhalten durchkommen zu lassen.
Infolgedessen bietet Person A in der nächsten Runde natürlich mehr Geld an. Aber der Witz ist: Selbst wenn es nur einen Durchgang gibt, lehnen viele unterbezahlte B-Personen ein zu niedriges Angebot ab. Obwohl sie ja selbst gar nichts mehr davon haben.
Daher nennen Verhaltensforscher sowas »Altruistische Bestrafung«.
Jetzt weiß ich also, wie ich mich rausreden kann, wenn ich dem nächsten Hubschrauberdieb in Battlefield C4 ans Cockpit pappe.
»Hey! I need a ride!«
»Negative!«
*click* *bumm*
»Hey! I need a ride!«
»Sorry! Negative!«
»Hmmm…«
*click* *bumm*
»Hey! I need a ride!«
»Roger that!«
»Thanks, I owe you one!«
Geht doch.












