Kleine Abenteuer in der grossen Stadt

31.1.06

Ab dafür!

Heute hab ich im Spiegel gesehen, dass sich Affen gerne mal gegenseitig die Eier abreißen. Huch, nein, das kam jetzt ganz falsch rüber.
Heute hab ich im Spiegel gelesen, dass sich Affen gerne mal gegenseitig die Eier abreißen.

Aber ansonsten sind die angeblich ganz nett und, wie alle Tiere, nie absichtlich böse zueinander. Dabei hat Bosheit einen Sinn:
Sie erzieht zur Fairness.
Das lässt sich im so genannten Ultimatumspiel belegen. Hier erhält eine Versuchsperson Geld, zum Beispiel 100 Euro. Davon muss sie einer weiteren Person einen Teil abgeben. Wie viel, kann sie selbst entscheiden. Nimmt der Partner das Angebot an, gilt der Deal. Falls nicht, ist das Geld für beide futsch.

Obwohl also keiner was davon hat, wenn Person B ablehnt, machen das viele, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen. Etwa, wenn Sie nur 25 Euro abbekommen sollen. Sie schlagen also wissentlich einen Gewinn aus, nur um dem anderen zu schaden - bestrafen sich also lieber selbst, als den Anderen mit seinem unfairen Verhalten durchkommen zu lassen.

Infolgedessen bietet Person A in der nächsten Runde natürlich mehr Geld an. Aber der Witz ist: Selbst wenn es nur einen Durchgang gibt, lehnen viele unterbezahlte B-Personen ein zu niedriges Angebot ab. Obwohl sie ja selbst gar nichts mehr davon haben.
Daher nennen Verhaltensforscher sowas »Altruistische Bestrafung«.

Jetzt weiß ich also, wie ich mich rausreden kann, wenn ich dem nächsten Hubschrauberdieb in Battlefield C4 ans Cockpit pappe.

»Hey! I need a ride!«
»Negative!«
*click* *bumm*

»Hey! I need a ride!«
»Sorry! Negative!«
»Hmmm…«
*click* *bumm*

»Hey! I need a ride!«
»Roger that!«
»Thanks, I owe you one!«

Geht doch.

30.1.06

Einfaltquote

Die Lage ist durchaus schlimmer als ich dachte. »Wer guckt sich den Müll schon an?«, »Kennt doch eh keiner!«, »150 Euro sind 150 Euro!« dachte ich, angelockt von der Aussicht auf Blut und Morde.

Nun fühle ich mich betrogen.
Okay, 150 Euro gab’s (und sogar ein Mittagessen), aber wer konnte ahnen, dass sich so unglaublich viele Leute K11 anschauen? Einer gut unterrichteten Quelle zufolge, die hier nicht genannt werden will, liegt K11 regelmäßig unter den Top 10 der deutschen Fernsehsendungen. Letzten Monat hatten die eines Abends 5,46 Millionen Zuschauer! Das sind mitunter mehr als bei Verliebt in Berlin oder Gute Zeiten, Schlechte Zeiten. Übrigens sollte Verliebt in Berlin angeblich zuerst Alles nur aus Liebe heißen. Aber wenn man bedenkt, dass Gute Zeiten, Schlechte Zeiten landläufig als GZSZ bekannt ist, hat man sich lieber für einen anderen Namen entschieden.

Nun denn: Übermorgen, am 1. Februar, werden also gute vier Millionen Menschen dabei zuschauen, wie ich mich zum Affen mache. Hurra.

Ich hätte da noch meine Seele anzubieten! Kaum gebraucht!
Nur 30 Silberstücke.

29.1.06

Bruise Willis

Als ich mit dem Kampfsport aufgehört hab, war meine Mutter wohl ein wenig erleichtert: »Endlich kommste nicht mehr ständig mit blauen Flecken heim.«
Nun, dass ich auch so lustige Blutergüsse bekommen kann, habe ich bereits auf der Wies'n bewies'n.

Scheinbar will mein Körper ab und zu geschunden werden. Warum sonst sollte ich nach einer popeligen Runde »Redakteure rangeln um Testmuster« so einen fiesen Fleck bekommen?

28.1.06

Abteilung anzeigen

How doof can you possibly be?

via Pepperweb

27.1.06

Gesinnungstest

Aus dem Anmeldeformular für D&D Online: »Tippe das Wort, das Du siehst, in den Kasten ein, um zu bestätigen, dass Du ein Mensch bist.«



Verdammt. Wenn das so weiter geht, werden wir Maschinen nie die Weltherrschaft an uns reißen!!!!!!!1111000110010011100

Österarm

Hier kann man Österreich erobern. Aber wenn man bedenkt, dass das dazugehörige Volk auch nicht schlauer ist als unseres, will man das doch eigentlich gar nicht.

26.1.06

Inteam

»Wils, ein enormer Koloss von einem Berg von einem Riesen von einem Mann, designt Maps wie Hühner Eier legen. Also in einer kleinen Holzhütte, im Stroh, in ständiger Angst vor Füchsen und axtschwingenden Bauern.«

Der Preis für die beste Teamseite eines Spiele-Entwicklers geht damit und wegen vielen anderen sehr lustigen Mitarbeiterprofilen eindeutig an Splash Damage.

Pressespiegel

Konkurrenz, aktuelle Ausgabe:
»Gerüchten zufolge arbeitet Crytek derzeit für EA an einem Shooter namens Crysis.«

pwned.

25.1.06

You sock, man!

Ich habe heute im Radio gehört, in Ägypten denke die Regierung gerade über den Moralverfall ihres Volkes nach. Angeblich soll da demnächst Sex (sogar unter Eheleuten) verboten werden, wenn beide Teilnehmer währenddessen vollständig unbekleidet sind. Soso.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich mal was loswerden, was mich in Sachen Klamotten und Sex seit jeher stört. Ich bin zwar nicht direkt selbst betroffen, denn diese Verfehlung begehen nur Männer, trotzdem werfen besagte Sünder ein schlechtes Licht auf das gesamte Geschlecht.

Also hört, Ihr Männer: Socken sind nicht sexy!

Schaut Euch mal Ritter-, Cowboy-, Fantasy- oder Action-Filme an. Habt Ihr da jemals einen Helden gesehen, der Socken, aber keine Hosen anhatte? Nein. Socken und Hosen, aber einen freien Oberkörper? Selbst das nicht. Kein Wunder: Es sieht nämlich total dämlich aus!

Beim Ausziehen unter weiblicher Beobachtung empfiehlt sich in jedem Fall folgende Reihenfolge:
1.) Jacke/Mantel
2.) Schuhe
3.) Jetzt die Socken! Verdammt!
Zwischenergebnis: Ihr seht entspannt aus. Oben rum zwar noch mit Hemd/Jackett/Sonstwas an, aber lässig.
4.) Jetzt Schicht für Schicht alles, was Ihr oben rum anhabt.
Zwischenergebnis: Nackter Oberkörper, aber noch ne Hose an, und vor allem keine Socken! So kann man sich zum Beispiel auch in einen Faustkampf stürzen oder heldenhaft Waisenkinder/Hündchen/Nonnen aus reißen Flüssen/brennenden Häusern retten. Gut gemacht.
5.) Hose.
6.) Unterhose. Wenn Ihr Glück habt.

Das SuperGAM (größtes anzunehmendes Modeverbrechen) ist in jedem Fall jegliche Kombination aus »Socken an« und »Hose aus«.

Wichtig:
Das gilt natürlich nur für Männer! Frauen mit dicken Socken und nackten Beinen sehen mitunter ziemlich heiß aus. Obenrum dann noch ein Herrenhemd… eieiei. Gefragt ob »Socken an oder aus?«, entscheide ich mich da gerne für »AN!«.

Einen weiteren Appell an die Männlichkeit gibt’s übrigens hier.

Legenden der Leidenschaft

Tristan: »Samuel?«
Samuel: »Tristan?«
Tristan: »Samuel?«
Samuel: »Tristan?«
Tristan: »Samuel!«
Samuel: »Tristan!«
Tristan: »Samuel!«
Samuel: »Tristan!«
Tristan: »Samuel!«
Samuel: »Triiiiiistan!«
Tristan: »Saaaamuel!«
Deutsches MG: *brazz* *brazz* brazz*
Samuel: *sterb* *sterb* sterb*
Tristan: »SAAAMUUUEEEEEL!«

Ansonsten war’s ein guter Film.

24.1.06

Ich habe Würmer

Ich hab einen Ohrwurm von dem Hühnerstall und der Oma.
Herbert war’s. Danke.

Aber halb so schlimm, den kann man ja auch in der Öffentlichkeit pfeifen, ohne dass man wieder verhaftet wird. Im Gegensatz zu meinem letzten großen Ohrwurm. Der war nämlich das »Horst Wessel Lied« - hab ich in Return to Castle Wolfenstein aufgeschnappt. Nun ist besagtes Lied (weil verboten) in der Öffentlichkeit eher selten, das kennt man ja quasi nur von den Vorgängerspielen. Aber die sind auch eher selten. Und ebenso verboten. Da fällt einem spontan also gar nicht unbedingt auf, was man da summt.

Besonders brisant wird das Wesselliedgepfeife, wenn man gleichzeitig zufällig Ledermantel und Springerstiefel trägt. Und dabei ausgerechnet in die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien marschiert. Hingegen könnte man mit voller Absicht und ohne Bedenken die erste Strophe des Deutschlandliedes pfeifen. Naja, Bedenken könnte man schon haben, verhaftet würde man indes nicht.

Damit ich nicht der Einzige bin, der unter Ohrwurm leidet, hoffe ich, mit dem aktuellen Heft mindestens 200.000 Leser zu infizieren. Mit der Dachzeile: »Like ice in the sunshine«.

Tadaaa!

22.1.06

Lauching out loud

Wenn man auf einer Party die Wahl hat, die Reste vom Sushi-Reis oder die Reste vom Schnittlauch zu essen, sollte man sich auf jeden Fall für den Sushi-Reis entscheiden. Klar, der Schnittlauch sieht viel knackiger aus und schmeckt auch nach mehr, aber den Geschmack und vor allem den Geruch wird man nie, nie, nie wieder los. Selbst wenn man noch Unmengen Algen und Sushi-Reis hinterherstopft.

20.1.06

Mein Freund, der Baum, ist doof

Kleintiere kaufen ist leicht. Man sucht sich einfach das aus, was am quirligsten ist, einem entgegenhoppelt, wenn man ins Gehege langt, über seine Mittiere drüber läuft und am wenigsten kackt. Das hält dann am längsten. Wie Hamstor etwa.
Bei Pflanzen ist das scheinbar schwieriger. Wir wollten was Grünes für unseren Flur, und haben bei Ikea, weil wir da mittler- weile eh Mengenrabatt bekommen, gleich noch einen Ficus mitgenommen.
Wir nennen ihn zärtlich Fickus, obwohl er den Unterschied bestimmt nicht raushören kann. Nu ja, oder vielleicht doch, denn scheinbar gefällt es Fickus bei uns nicht. Aber er kann ja nicht einfach abhauen, also versucht er gerade, in Teilen aus der Wohnung zu schleichen:
Er verliert Blätter wie bekloppt.

Dabei hatten wir ihn extra ausgewählt, weil er davon so viele hatte. Aber vielleicht hat der feine Herr Ikea die einfach mit Zuckerwasser angeklebt, vielleicht ist das auch einfach die Ficus-Mauser zum Jahresbeginn, vielleicht ist das Ding schon tot und wir wissen’s einfach nicht. Vielleicht müssen wir ihn auch einfach häufiger umarmen, aber dazu lädt Fickus nicht gerade ein. Man muss ihn ja nur scharf angucken, schon verliert er Teile.

Da lobe ich mir doch das unscheinbare Ding im Hintergrund: Es überlebt Philipp wohl schon seit Jahren. Ich hoffe, das schaffe ich auch.

19.1.06

Kötzlich

Jean-Remy von Matt motzt, weil so viele die »Du bist Deutschland«-Kampagne affig finden. Allen voran Werbekollegen, Journalisten und natürlich die Blogger: »Was berechtigt eigentlich jeden Computerbesitzer, ungefragt seine Meinung abzusondern?«.
Daraufhin motzt Jens , weil Jean-Remy von Matt motzt, weil so viele die »Du bist Deutschland«-Kampagne affig finden.
Daraufhin motzt irgendwer von Jung von Matt, weil Jens motzt, weil Jean-Remy von Matt motzt, weil so viele die »Du bist Deutschland«-Kampagne affig finden.

Jamba-Affäre, ick hör Dir trappsen.

I learned something today

Ich verpasse grundsätzlich meine U-Bahn um eine Minute. Oder zwei. Ich schaue nämlich nie auf die Uhr, wenn ich aufbreche, sondern gehe einfach, wenn ich marschbereit bin. Und komischerweise ist das immer genau eine Minute zu spät. Oder zwei.

Macht aber eigentlich nix, ich hab normalerweise ein Buch dabei. Aber heute hab ich's leider auf dem Nachttisch vergessen. Als ich so meiner U-Bahn hinterher schaute, kam mir daher eine tolle Idee: Ich habe zum ersten mal in meinem Leben eine Bildzeitung gekauft. Okay, ob das eine tolle Idee war, stelle ich zur Diskussion. Aber wenn man bedenkt, dass das menschliche Hirn in der ersten halben Stunde nach dem Aufstehen sprichtwörtlich schlaftrunken, also quasi besoffen ist, dann ist das doch eine gute Leistung. Und eine gute Entschuldigung.

So, was habe ich heute gelernt?
1.) Die Bild stinkt. Aber gut, das tut jede Zeitung. Druckerschwärze.
2.) Bodo Hauser ist tot! Noch Fragen, Kienzle?
3.) Bodo Hauser ist schon seit ein paar Monaten tot. Ach so.
4.) »Mehmet« hat schon wieder Scheiße gebaut. What else is new?
5.) Der dickste Mann der Welt wiegt 500 Kilo.
6.) Ufo-Sekte holt Lügenarzt. Was auch immer das bedeutet.
7.) Vogelgrippe auch im Irak. Ätsch.

Außerdem gelernt: Die BND-Agenten, die im Irak zugange waren, haben von den Amerikanern die Meritorious Service Medal erhalten. Ein eindeutiger Hinweis, dass sich die beiden nichts zu Schulden haben kommen lassen. Im Gegenteil: Die bekommt man nämlich für unglaubliche 1.000 heals, 1.000 repairs und 1.000 resupplies. Da steht's. Also nix mit Leuteabschießen und Sachenkaputtmachen.

Deshalb bekomme ich die auch voraussichtlich erst in 15.666 Tagen.

17.1.06

Half-Life Crisis


Zugegeben, wenn man Half-Life 2 kennt, ist das witziger. Trotzdem ist dieses mittlerweile 100seitige Comic stellenweise wahnsinnig lustig. Aber wenn man Half-Life 2 kennt, kommt's halt besser. Egal, auch lustig wenn nicht. Klar, wenn man Half-Life 2 durchgespielt hat...

Stalker

Die Telekom belästigt mich. Gut, im Prinzip belästigen mich alle Telekommunikationsanbieter durch ihre bloße Existenz. 1und1 gehört mittlerweile auch dazu: Ich hab voraussichtlich bis zum 23. Januar kein Internet daheim.

Aber die Telekom, die schlägt dem Fass die Krone ins Gesicht! Mit 100 Euro DSL-Ummeldegebühr bei jedwedem Umzug, auch wenn’s nur ein Stockwerk höher ist, fang ich erst gar nicht an. Aber bei Telefonterror hört der Spaß auf.

08:00 Uhr.
*ringring*
(eigentlich macht unser Telefon eher *düdeldüdelü*)
*düdeldüdelü*
Ich: »Grrrmnll…«
*räusper*
Ich nochmal: »Fabian Siegismund?«
T-Bot: »Guten Tag! Und herzlich willkommen bei T-Net!«
Ich: »Wasn nu T-Net? Ich dacht, Ihr heißt Telekom, oder T-Com.«
T-Bot: »…können Sie nun Ihre T-Net-Box einrichten…«
Ich: »Das wird ja immer schöner.«
T-Bot: »…im Anschluss an dieses Gespräch…«
Ich: »Welches recht einseitig verläuft…«
T-Bot: »…drücken Sie bitte die eins und nehmen einfach die nötigen Einstellungen vor.«
Ich: »Da hab ich jetzt keine Lust zu. Ich ruf Euch zurück.«
*klick*

08:05 Uhr
*düdeldüdelü*
Ich: » Fabian Siegismund?«
T-Bot: »Guten Tag! Und herzlich willkommen bei T-Net!«
Ich: »Dich kenn ich doch!«
T-Bot: »…können Sie nun Ihre T-Net-Box einrichten…«
Ich: »Welche Taste muss ich drücken, damit Du Deine fiese Schnauze hältst?«
*klick*

08:10 Uhr
*düdeldüdelü*
Ich: »Wasn nu noch?!«
T-Bot: »Guten Tag! Und herzlich willkommen bei T-Net!«
Ich: »Und dafür holst Du mich vom Pott? Mowl!
T-Bot: »…können Sie nun Ihre T-Net-Box einrichten…«
Ich: »Ach Feck, dann mach ich das halt!«
T-Bot: »…drücken Sie bitte jetzt die eins.«
Ich: *einsdrück*
T-Bot: »Dieser Service steht momentan leider nicht zur Verfügung. Bitte probieren Sie es später noch einmal.«
*tüt tüt tüt*

15.1.06

Keine Frauen, keine Kinder

Ich sollte Menschen züchten. Fürs Fernsehen. Bei Macaulay Culkin war mir zum Beispiel immer klar, dass der in der Pubertät strunzhässlich wird. Ich hätte den wahrscheinlich mit dreizehn in einen Sack mit Wackersteinen gesteckt und von der nächsten Brücke geworfen.

Als ich hingegen »Léon - Der Profi« mit Natalie Portman gesehen hab, musste ich gleich jedem erzählen, dass die nach ein paar Jährchen auf der Weide mal ein Star wird. Und, tadaaa, Recht gehabt.
Hach, der Film ist so super. Kam gestern auf ProSieben. Da spielen überhaupt nur supere Leute mit. Und supere Waffen. Die Musik ist auch super. Besonders »Shape of my heart« ganz am Schluss. Super.

Und was machen die hirnlosen Vollspastis von ProSieben? Schneiden die den Abspann ab! Grad als mein Kinn vor Rührung wackelig wird! Vor Wut musste ich den Kloß im Hals mit dem nervigen Kläffer aus der Wohnung über uns runterspülen.

LOOK WHAT YOU MADE ME DO, PROSIEBEN!

13.1.06

Deutschland ÜberAlles

Die CDV Software Entertainment AG teilt heute mit, dass die Webseite vom kommenden Ego-Shooter „ÜberSoldier“ ab sofort online ist.

ÜberSoldier-Story:

August 1942 - Auf dem Höhepunkt des Zweiten Weltkriegs - mit bis dahin noch vollkommen ungewissem Ausgang - suchen die Nazis nach einem Weg, gefallene Soldaten zurück ins Leben zu rufen. Im Zuge dieser, von einem skrupellosen Nazi-Generals geleiteten Experimente, zeigt sich, dass Menschen durch die Schockerfahrung des Todes übernatürliche Fähigkeiten erlangen. Nach zahlreichen Versuchen gelingt es schließlich, einen vollständig neuen Soldaten zu kreieren - den ÜberSoldier.
Sie sind der ÜberSoldier, Offizier Karl Stolz, der bei einem Wehrmachtseinsatz gegen Partisanen ums Leben kam. Der Wiederbelebungsprozess lässt nicht nur seinen Körper wieder funktionieren, sondern hat ihn darüber hinaus mit übernatürlichen Kräften versehen. Aber die Erinnerungen daran, was die Nazis ihm angetan haben, haben sich in sein Gedächtnis gebrannt …
Neben Ihren Superkräften stehen Ihnen 16 verschiedene authentische Waffen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs zur Verfügung. Kämpfen Sie in mehr als 12 Levels gegen menschliche und übernatürliche Gegner und begeben Sie sich auf die heldenhafte Mission, das Schreckensregime der Nazis ein für alle Mal zu beenden.

ÜberSoldier-Features:

- Head-Shot Driven Gameplay:
Je härter Sie gegen die Feinde vorgehen, desto größer wird Ihre Macht.

- Sci-Fi Action Elements:
Temporal Shield und Zeitwirbel garantieren filmreife Spezialeffekte und wahnsinnige Action.

- Tödlicher Realismus:
Helme schützen vor Kopftreffern, Gasbehälter werden von austretenden Gas durch die Luft gewirbelt, alle Gegnerwaffen können aufgenommen werden.

- Naturgetreue Bewegungs-Simulation:
Das Advanced Ragdoll System ermöglicht eine naturgetreue Darstellung bei der Simulation von Bewegungsabläufen. Noch nie sind feindliche Heerscharen realistischer gefallen.

Michel Judt
PR Manager

Quod licet Iovi, non licet bovi

Als überzeugter Atheist kann ich mir einen gewissen Hohn nicht verkneifen, wenn bei der symbolischen Steinigung des Teufels 350 gläubige Eiferer sterben. Das sollte einen doch an der Existenz einer höheren Macht zweifeln lassen - oder vielleicht auch gerade nicht:

Gott: »Ja wie, den Teufel steinigen?! Das kann nur Mohammed, Ihr Poser! Was kommt als nächstes? Dass dieser Anglerverein, der meinem Sohn nacheifert, sich selbst kreuzigt?«
Teufel: »Alder, das machen die auf den Philippinen doch schon seit über 40 Jahren. Du siehst auch nicht alles, oder?«
Gott: »Au Mann, die sind so doof. Und so was hab ich nach meinem Ebenbild erschaffen. Sollen die doch machen, was sie wollen.«

Gott ab.

Teufel: »So, Ihr Säcke. Mich mit Steinen beschmeißen wollen? Ich kann Euch ja mal schubsen…«

Aber vielleicht machen die Pilger das ja auch selbst. Nach islamischer Vorstellung kommen nicht nur Terroristen, sondern auch Gläubige, die auf dem Haddsch sterben, ohne Umwege direkt ins Paradies. Zu Milch, Honig, Jungfrauen und Tralala. Was will man eigentlich mit den Unmengen Milch und Honig? Isses zu kalt im Garten Eden?

Mann, wenn’s doch einen Gott gibt, bin ich spätestens jetzt geliefert. Dann geht’s direkt ab in die Hölle. Wobei, der Teufel scheint mir ja ein humoriger Geselle zu sein…

12.1.06

Most retarded

»Sach ihm, bei 300 regelt der Motor ab!«

10.1.06

Gelernt ist gelernt

»HEY MAN, LOOK AT ME ROCKING OUT! I’M ON THE RADIOOOOO!«, schreit mich die Kassiererin an. Ach nein, das sind nur System of a Down im Kopfhörer, aber die Frau hat die Lippen fast synchron bewegt.
»Entschuldigung?«
»Können Sie bitte so einen Abstandhalter hinter ihre Waren legen?«
Dabei hab ich nur einen Salat, eine Paprika und ne Dose Tunfisch auf dem Band liegen. Eigentlich sehr übersichtlich.
Außerdem: »Hinter mir ist doch gar niemand...?«
Ha, so nicht, junger Mann: »Trotzdem. Könnte ja einer kommen.«
Und tatsächlich stellt sich just in diesem Moment jemand hinter mir an. Ganz weiter hinter mir, der Supermarkt ist nämlich neu und sein Förderband ungefähr fünf Meter lang.
»Sehen Sie?«, sagt die Fachkraft Kraft ihres Faches. Ich wittere eine Verschwörung: »Na, der ist ja wohl so weit weg, ich kann ja nicht mal erkennen, was der da hinten auflegt.«
»Trotzdem. Das erleichtert mir die Arbeit«.
Okay, das ist ein Argument. Der Scannerkassendurchziehkurs soll ja nicht vergeblich gewesen sein. Ich lege also den Abstandhalter aufs Band und wundere mich, was wohl der Fachausdruck für das Ding ist und ob ich mal fragen soll. Wo ich doch gerade eh mitten in einer sachbezogenen Diskussion bin. Zu spät: »Das macht dann 4 Euro 94.«
Ich geb ihr nen Fünfer, stimmt so, sie hält mir den Kassenbon hin.
»Nee danke, den brauch ich nicht.«, sag ich.
Da wirft sie den einfach in meinen Rucksack: »Trotzdem.«

8.1.06

Wichsen?!

Aus dem DC Verlag Verlag kommt eine Comic-Serie namens »Justice League«. Eine meiner Meinung nach völlig unnötige Verwurstung mehrerer mittelmäßig erfolgreicher Superhelden wie der Grünen Laterne, Wonderwoman oder Aquaman. Als Zugpferd haben die dann noch zwei bekannte Namen ins Team bekommen: Batman und Superman. Aber wie doof ist das denn? Superman und seine Freunde? Der kann doch schon alles alleine! Deshalb ist der auch so lame. Und, hey, wie unnütz muss sich denn Batman in dem Club fühlen? Der würde ja schon von Spiderman tierisch auf's Maul bekommen, würden beide nicht in völlig unterschiedlichen Universen leben. Glück gehabt, Batman.

Ein weitaus glückloseres Händchen hat hingegen der Übersetzer der Comics. In Deutschland hießen sie früher »Gerechtigkeitsliga«, in der neuen Zeichentrickserie »Liga der Gerechten«. Das klingt wohl schneidiger. Sehr merkwürdig mutet hingegen der Name einer der Heldinnen an. Die heißt nämlich Vixen (Füchsin). In einem Comic funktioniert das, im Fernsehen hingegen nicht. Das spricht sich nämlich Wichsen aus und ist damit die neuste Krönung unbeabsichtigt lustiger Namen in Filmen. Ich warte schon drauf, dass Batman endlich sagt: »Ich liebe Vixen!«. Ich hab's nämlich schon immer gewusst.


Damit könnte er dann natürlich auch den Klassiker von Russ Meyer meinen. Da ist der Name ja wenigstens Programm. Auch sonst hatte Meyer wohl ein Gefühl für coole Titel. Nach seinen Filmen »Mudhoney« und »Motorpsycho« haben sich gleich mal Bands benannt. Und die sind auch um Längen besser als die meisten DC-Comics.

7.1.06

Haaranfall

Bin vorhin beim Friseur gewesen. Bei meinem Acht-Euro-Schafscherer. Der meinte, ich hätte eine schöne Haarfarbe. War natürlich gelogen und bestimmt nur ein Vorwand, um mir viel zu viel davon abschneiden zu können. »Das wächst ja nach«, sagte er. Dabei ist das doch ein Satz, den man der ganzen Zunft verbieten sollte. Es gibt so viele Phrasen, die man nie aus dem Mund bestimmter Personen hören will.

Vom Arzt: »Ach Du scheiße!«
Von der 1und1-Hotline: »Für den Umzug müssen wir Ihnen 99 Euro berechnen.«
Von Windows: »Ihr Kennwort wird in vier Tagen ablaufen. Wollen Sie es jetzt ändern?«
Vom Subway-Türschild: »Wegen Umbauarbeiten ist unser Restaurant heute geschlossen.«
Vom McDonalds-Schergen: »Ich bring's an den Tisch.«
Von Windows: »Ihr Kennwort wird in drei Tagen ablaufen. Wollen Sie es jetzt ändern?«
Vom Sprengmeister: »Ups.«
Von Frauen: »Nein.«

6.1.06

Damen aufgepasst!

Meine Auslagerungsdatei ist 965 MByte groß!

5.1.06

Googlehupf

Ich sollte Geld vom Hersteller von Imogas fordern. Denn seit Pascal hier erwähnte, das sei ein Mittel gegen Blähungen, landen ständig Google-Nutzer über »Imogas« bei mir. Aber hier gibt's das ja gar nicht. Das würde mir doppelt stinken.

Vielleicht kann ich ja diesmal jemandem weiterhelfen?

»hagen das schokofondue«
Könnte ein Freund von Bernd dem Brot sein.

»wo kommt der karton her«
Könnte ein Weihnachtsgeschenk sein. Mach ihn halt auf. Wenn er nicht tickt.

»bilder von mir gefesselt«
Wenn überhaupt, solltest nur Du solche Bilder haben. Und sie nicht im Internet suchen müssen.

»was kann der siegismund«
Die Anfrage muss lauten »Was kann der Siegismund nicht?«. Dann gibt's nicht so viele Ergebnisse.

»nackt und gefesselt im schnee«
Dir isses wohl noch nicht kalt genug. Suchst Du auch Bilder? Ich kenn da wen...

4.1.06

Sisyphos 1.0

Heute habe ich eine Email bekommen. 443 Zeichen, keins davon ein Satzzeichen. Nicht eins. Null. Digital quasi.

Die digitalisierte Pest sind allerdings immer noch Diskussionen in Online-Foren. Dabei müssten die so einfach sein. In einer Echtzeit-Sprachdiskussion kann ja mal was missverstanden werden, ABER WENN MAN ALLES DREIMAL LESEN KANN, BEVOR MAN SEIN DUMMES MAUL AUFREISST, ist das doch eigentlich gar nicht möglich.

Pah, weit gefehlt! Da kann man Dinge noch dreißigmal schreiben, manche raffen’s einfach nie. Einziger Vorteil der Foren: Man kann ja einfach seine alten Texte kopieren und noch mal posten. Sollte das nicht helfen, kein Problem: Man kann ja einfach seine alten Texte kopieren und noch mal posten. Sollte das nicht helfen, kein Problem: Man kann ja einfach seine alten Texte kopieren und noch mal posten. Sollte das nicht helfen, kein Problem: Man kann ja einfach seine alten Texte kopieren und noch mal posten. Sollte das nicht helfen, kein Problem: Man kann ja einfach seine alten Texte kopieren und noch mal posten. Sollte das nicht helfen, kein Problem: Man kann ja einfach seine alten Texte kopieren und noch mal posten. Sollte das nicht helfen, kein Problem: Man kann ja einfach seine alten Texte kopieren und noch mal posten. Sollte das nicht helfen, kein Problem: Man kann ja einfach seine alten Texte kopieren und noch mal posten. Sollte das nicht helfen, kein Problem: Man kann ja einfach seine alten Texte kopieren und noch mal posten.

Nervt’s schon? Klar. Nur muss ich leider immer das letzte Wort haben.
Dabei gibt’s doch zwei goldene Regeln für Internet-Diskussionen:

1.) Nie mit Idioten streiten. Die ziehen Dich auf ihr Niveau runter und schlagen Dich anschließend mit Erfahrung.
2.) Im Internet zu Streiten ist wie bei den Paralympics mitmachen: Selbst wenn Du gewinnst bist Du immer noch ein Krüppel.

Richtigstellung

Ich bin weder der:







<- noch der,
















<- Noch der.




Na gut, der schon.

3.1.06

Neulink

Noch so'n Spinner.

Juristen erklären das Internet

Kann man das Internet kontrollieren?
Klar. Das Internet ist nämlich kein undurchschaubarer Datenozean, sondern eher ein riesiger Datenspeicher, in dem Compuserve seine Daten abspeichert und sehr wohl in der Lage ist, das zu kontrollieren.
Weiß doch jeder, dass Compuserve das Internet verwaltet. Oder dass Locher ein typischer Beruf in der Datenverwaltung ist. Oder dass http://www.frankenpost.de eine IP-Adresse ist. Oder dass das WorldWideWeb eine Benutzeroberfläche ist. Oder dass FTP-Server Systeme sind, in denen gecrackte, also nach Überwindung des Vervielfältigungsschutzes kopierte, Software geladen ist.

Wenn ich mir hier so anschaue, wieviel Ahnung manche Juristen von Computern, Internet und dem ganzen neumodischen Zeugs haben, dann bin ich froh, doch keiner geworden zu sein.

2.1.06

Auf ein Neues

Und das gleich in doppelter Hinsicht. Zum einen wünsche ich Euch allen ein frohes 2006. Warum erst jetzt? Wegen dem anderen anderen: Umzug ist scheinbar naturgesetzlich mit totalem Internetausfall verbunden. War bei meinem ersten Umzug so. Bei meinem zweiten auch. Dass das beim dritten auch wieder so wird, war also vorauszusehen. Dabei hatte ich extra für horrende Kosten bei der Hotline von 1und1 angerufen:
Ich so: »Ich ziehe demnächst um. Ein Stockwerk höher. Muss ich mich da bei Ihnen irgendwie ummelden, oder geht das mit der bereits umgemeldeten Telefonleitung mit?«
Die so: »Da muss ich kurz mal nachfragen, bleiben Sie dran?«
Ich: »Naja, bei einem Euro pro Minute Hotline-Kosten möchte ich hoffen, dass Sie ne gute Warteschleifenmusik haben…«
Die: »Bin sofort wieder da!«
*klick*
Wham: »Last Christmas, I gave you my heart.«
Ich: »Argh!«
*wart*
Die: »Nee, da müssen Sie nix machen, das geht so.«
Ich: »Prima! Tschüss!«
Die: »Fröhl…«
*aufleg*

Naja, ging dann natürlich doch nicht so. Die Telekom muss auf der neuen Leitung DSL freischalten. Das hat 1und1 mir dann auch in einer Email geschrieben. Als ich schon kein Internet mehr hatte.

Außerdem haben Sie mir noch eine weitere Mail geschickt. Weil die »ständig bestrebt sind, ihre Service-Leistungen zu verbessern«, kann ich einen Fragebogen ausfüllen, wie gut mir die telefonische Beratung gefallen hat. »Sie benötigen dafür nur ein bis zwei Minuten«. Ein bis zwei Minuten? Gemessen in Hotline-Zeit ist das ja schon bares Geld!
Aber das ist mir der Spaß wert.