Kleine Abenteuer in der grossen Stadt

29.9.05

Die unsingbare Titanik

»Ein bißchen Spaß muss sein,
dann ist die Welt voll Sonnenschein!
Da sind nur gute Zutaten drin,
Tiramisu von Zott!«

Ups, mitten im Wiesn-Gegröhle wieder in den falschen Text abgebogen? Das muss nicht sein!
Mit Dr. Tolksdorfs Wiesn-Songbook liegen Sie immer richtig. Von »99 Luftballons« über »Fürstenfeld« und »Schickeria« bis »YMCA« sind alle Hits dabei!

Sogar der glücklicherweise in Vergessenheit geratene Möchtegern-Hit »Moos hamma« von Rudolph Mooshammer steckt drin, auch wenn der niemals auf der Wies'n gespielt wurde. Schade eigentlich, denn die Mitgröhl-Passage »Moosi, Moosi, wo isser denn der Moosi?« lädt mittlerweile zum geselligen Schmunzeln ein.

Superleser to the rescue!

»Der kommt nicht rein, der sieht zu wiesnmäßig aus.«
Jahre der Erfahrung zahlen sich aus. Zielsicher erkennt mich der Türsteher an Lederhose, Trachtenhemd und Halstuch als Wiesnbesucher. Ich bin verblüfft.
Plötzlich und unerwartet Unterstützung von hinten: »Hey, das sind doch Fabian Siegismund und Heiko Klinge von der GameStar! Cool!«
»Egal, der sieht echt zu wiesnmäßig aus.«
Pah, wenn Du wüsstest, wie voll ich bin, würdest Du Dich gar nicht erst mit meinen Klamotten aufhalten.
»Aber Ihr beiden könnt rein.«
Die Leser drücken sich durch die Tür, wir, beziehungsweise ich, müssen draußen bleiben. Ich breche in einen wütenden Schuhplattler aus.

Nach einer knappen Minute, mir tun mittlerweile die Füße weh, geht die Tür dann doch wieder auf. Einer der Leser grinst mich an: »Na, dann kommt mal rein.«
Wüsste gerne, wie die den Typen rumgekriegt haben.

Rücktritt

Hiermit gebe ich das Amt des Gottkaisers auf.

Mein eigener Bruder grätscht mir in den Rücken. Manche Menschen gehen mir trotz meines Rangs auf den Sackus Major. Und wie lange dauert es, als Gottkaiser mit Frauen zu reden, ohne auf der Stelle gelangweilt zu sein?
Immer noch Superfuckingkurz.

Und der Herr sprach: »Argh!«
Und siehe, es ward argh.

28.9.05

Zahlen Sie einfach für meinen guten Namen

Die Ego-Shooter Doom und Quake sind nicht nur so bekannt, dass selbst meine Eltern die Namen kennen dürften, sondern auch beide von Id Sofware. Doom 3 gab's 2004, Quake 4 kommt nächstes Jahr.
Publisher Activision wollte deshalb die ganze Spieleschmiede kaufen und wedelte mit 105 Millionen Dollar. Das ging aber so fix nicht, ein Anteilseigner stellt sich seitdem quer und blockiert das Geschäft. Activision hat daraufhin ausgleichsweise 90 Millionen Dollar nur für die Rechte an den Namen Doom, Quake und Castle Wolfenstein geboten. Wie gesagt, die dürften selbst meine Eltern kennen.

Was lernen wir daraus: Eine Ladung hauseigener Computeraffen kriegt man schon für schlappe 15 Millionen, geile Namen sind viel teurer!

Okay, das kann doch so schwer nicht sein.
Mein erstes Werk für heute: »Omannobazong«.

Startgebot: 20 Millionen Dollar. Geschenkt quasi.
Dafür kauf ich mir dann Id Software.

Black Hawk Down

Amis hindern mich mit Ballerei und Hubgeschraube am Schlafen.

Ich kriege kein Auge zu. Na gut, zumindest nur eins.

Fünf auf einen Streich. Spürt den Zorn Eures Gottkaisers!

27.9.05

Nervous Breakthrough

Hab heute nur aus Tüten gegessen.
Skittles.
Beef Jerky.
Hühner-Frikassee.
Reis.
Das scheint einem Gottkaiser nicht ganz angemessen. Aber naja, die Logistik muss sich halt erstmal einschleifen.

Dafür ist ein Handwerker vorbeigekommen und hat mir ein Loch in die Badezimmerdecke gepresslufthämmert. Da kommt morgen bestimmt der Milch-und-Honig-Anschluss dran.

Regierungswechsel

Die langwierigen Sondierungsgespräche über die deutsche Regierungsbildung haben nun ein überraschendes Ende gefunden. Fabian Siegismund, Redakteur eines aufstrebenden Computerspiele-Magazins, hat sich völlig überraschend zu einer großen Koalition mit dem Teufel entschlossen und kurzerhand die Weltherrschaft an sich gerissen. Der 29jährige: »Letzte Nacht hab ich tatsächlich von Politikern geträumt. Dabei träume ich doch viel lieber von Schießerein und epischen Schlachten. So konnte das nicht weitergehen.«

Erste Amtshandlung des Gottkaisers ist die Einführung weltweiter Vollbeschäftigung. »Das Konzept ist ganz einfach«, so Siegismund, »Ihr seid jetzt alle meine Sklaven. Ich werd schon was finden, was Ihr machen könnt. Derzeit schwebt mir eine mehrere Kilometer hohe, feuerspeiende Statue von mir in der Sahara vor.«

Bedenken der Opposition wischt der Wahlmünchner mit lässigem Lächeln und flammender Peitsche beiseite: »Natürlich werden die Deutschen jetzt wieder jammern. Aber nun wissen sie wenigstens auch, warum.«

26.9.05

Beef for Jerks

Der feine Herr Tolksdorf war mal wieder da. Zusammen mit seiner feinen Freundin Malia hat er mir feine amerikanische Sachen mitgebracht. Skittles, Ramen (okay, die sind japanisch, aber egal) und... Beef Jerky!
Ich liebe das Zeug.

Trockenfleisch, 97 Prozent fettfrei. Überhaupt sollte man das mit der Fettfreiheit immer so formulieren. »Sahne, 65 Prozent fettfrei!«. Da will man doch gleich noch ne Torte nachschieben.
Moritz, mein Zwischenmitbewohnerjunge, vermochte seine Begeisterung geschickt zu verbergen, als ich ihm einen Streifen angeboten hab:
»Ey, das is ja wohl Hundefutter!«

Wuff.

Ürebschirft

Laut enier Stidue an der elingshcen Cmabrdige Unvirestiät ist es eagl, in wlehcer Rienhnelfoge die Bcuhtsbaen in eniem Wrot sethen, das enizg Wcihitge dbaei ist, dsas der estre und lzete Bcuhtsbae am rcihgiten Paltz snid. Der Rset knan ttolaer Bölsdinn sien, und man knan es torztedm onhe Porbelme lseen. Das ghet dseahlb, wiel das mneschilche Geihrn nciht jdeen Bchustbaen liset sodnern das Wrot als Gnaezs.

Ich fagre mcih aledlrigns, ob das auf dem Otkeboresft ahuc fnutkoineirt. Da knönen die mseiten ja nciht emnial naromle Sechan lseen. Dsealhb farg ich lebier so:
Hat einer von Euch neulich seine Zigarette auf mir ausgedrückt?

25.9.05

Takt, los!

So schwer ist das doch eigentlich nicht. Naja, offensichtlich doch.
Also anbei ein paar grundlegende Regeln für das glückliche Zusammensein mit mir.
Auf der Wies'n.
Aufgemerkt.

1.) ZWEI und VIER. So funktionieren die meisten Lieder. Also mach was, wenn die zwei oder die vier anliegen. Zwischendrin mach einfach nix. Nur mit dem Bein oder der Augenbraue zucken wenn grad zwei oder vier ist kommt viel besser als zwischendrin affige Bewegungen zu machen.
Also: ZWEI und VIER.
Du kommst schon drauf. Wenn nicht, geh weg.

2.) Ich stehe allein in der Ecke, weil ich grad allein in der Ecke stehen will. Also bitte kein dummes Gewäsch ob meiner coolen Lederhose. Die kenn ich selbst, die hab ich heute morgen erst angezogen.

3.) Ich stehe doch wohl nicht alleine in der Ecke rum, weil mir das gefällt. Tanz vor mir rum. Beachte dabei Punkt 1.). Sag was Schlaues. Zum Beispiel, wie cool meine Lederhose ist.

4.) Sag nicht »Ich kenn Dich nicht. Aber wenn Du weiterhin Witze über meinen Kumpel machst, lernste mich kennen!«. Ich bin grad frisch reingekommen, relativ nüchtern, noch recht flink mit den Armen. Sag mir sowas erst, wenn ich sechs Mass getrunken hab und so aussehe, als würde ich derartige Drohungen geflissentlich unter den Tisch fallen lassen.
Besser is das. Für alle von uns. Arschloch.

5.) Ja, Du bist unglaublich besoffen. Aber gönne Deiner Freundin bitte die Aufmerksamkeit, die sie verdient hat. Und nicht erst dann, wenn Du merkst, dass ihr Ex daneben steht. Und wenn Du dumme Freunde hast, die sich zu dummen Sprüchen wie in Punkt 4.) hinreißen lassen, dann sag denen vor Deinem Zusammenbruch bitte, Du könntest solche Phrasen nicht gut heißen.
Besser is das. Für alle von uns. Arschloch.

Die Liste könnte ich noch fortsetzen. Und werde ich auch. Wenn mir andere grundlegende Sachen einfallen. Hatte mir eine »mental note to myself« gemacht, was über Engländer zu schreiben. Weiß aber nicht mehr, was. Wird wohl was über Franzosen gewesen sein.

Franzosen.

24.9.05

Filmfestival

Ich muss dem Fernsehgott gestern einen Ochsen geopfert haben.
Denn ich mach die Glotze an, und was läuft? »Body Check«. Das ist dieser supercoole Eishockey-Streifen mit Rob Lowe. Als ich den vor Jahren zum ersten mal gesehen hab, wollte ich auch unbedingt gleich Eishockey spielen. Wäre die nächste Eishalle nicht Kilometer weit weg gewesen und ich völlig unfähig, Schlittschuh zu laufen.
Aber in dem Film wird ja nicht nur gesportelt, sondern auch gekloppt. Dafür braucht man keine Schlittschuhe.

Doch damit nicht genug:
Gleich im Anschluss läuft jetzt auch noch »Ferris macht blau«!
w00t!

*bau* *bau* Oooooh yeaaaah.

Der Fernsehgott sei gepriesen.

Moment, wo ist denn mein rechter Arm?

I never came

Von den Queens of the Stone Age.
Könnte ich mir ständig anhören.
Ach, tu ich ja gerade.
Ich sag's ja.

Von der Muse geküsst

Mein Haus ist orange.






Hmm, das hatte ich mir jetzt doch irgendwie inspirativer vorgestellt.

23.9.05

Und tschüss

So long sweet summer,
I stumbled upon you and gracefully basked in your rays.
So long sweet slumber.
I fell into you now you’re gracefully falling away.

Und jetzt gehe ich zum Lachen in den Keller.
Und zum Tanzen.

Nochmal Gelflinge

Ich saß gestern auf der Wies'n einem Mädchen gegenüber, die verdächtig wie ein Gelfling aussah. Das hab ich ihr auch gesagt, aber sie kannte keine Gelflinge. Obwohl sie eine Tätowierung hatte, deren Motiv einem Gelfling ziemlich nah kam.

Ich hab ihr vorgeschlagen, sie könne ja mal im Internet nachschauen, wie die Dinger aussehen. Könnte sein, dass sie das tatsächlich gemacht hat, denn meinem Counter zufolge ist heute jemand in meinem Blog gelandet, der vorher bei Google »Gelflinge« eingegeben hat.
Lustig.

Sollte sie das gewesen sein und das hier jetzt lesen:
Siehste, ich hab's Dir doch gesagt!

Voll die Seuche

Hab ja schon lange kein World of WarCraft mehr gespielt, aber was da neulich passiert ist find ich so lustig, da könnt ich glatt meinen Hexenmeister reaktivieren.

Für Nicht-WoW-Spieler hole ich mal ein bißchen aus. Im Spiel setzen manche Gestalten Flüche, Seuchen und ähnliche Zauber ein, die ihre Gegner langsam schwächen oder gar töten. Kann mein Hexenmeister zum Beispiel auch: Wenn ich einen angreife, drücke ich ihm erst ein paar Flüche rein und knall dann noch den Angst-Zauber hinterher. Dann rennt mein Opfer 20 Sekunden kopflos herum und siecht dabei vor sich hin.
Sehr spaßig.

In WoW gibt's jetzt nen neuen Oberbösewicht, der auch sowas drauf hat: Hakkar, von Beruf Blutgott, und Herr im Hause Zul'Gurub. Sein Fluch, »Corrupted Blood«, zieht jede Sekunde wahnsinnig viel Gesundheit ab, und hält auch noch ziemlich lange.
Aber das echt fiese ist: Die Krankheit ist übertragbar.

Eigentlich sollte die Seuche in Zul'Gurub bleiben, aber letzte Woche hat's ein kranker Spieler zurück in die Ork-Hauptstadt Orgrimmar geschafft, und da eine Epidemie ausgelöst. »Corrupted Blood« ist für hochlevelige Spieler ausgelegt, alle unter Level 50 halten die Krankheit nur ein paar Sekunden aus. Und davon gibt's in Orgrimmar genug, denn da treiben sich so ziemlich alle Spieler irgendwann mal rum.
Das muss ein derbes Massensterben gewesen sein.

Online-Rollenspiele sind abgefahren.

Supermensch

Heute mit der Post ein super Geschenk bekommen!
Super Musik mit einer noch supereren Karte dran:

»Für noch nicht 30 sein. Für ganz besonders toll sein.
Für coole Musik hören. Für hübsch ausschauen. Für Fabi sein.«

Von Sarah, der Weltbesten.

22.9.05

Wake me up when september ends

Jaja, schön wär's. Die Handwerker sind wieder da, und presslufthämmern und kettensägen ab morgens um sieben. Dabei hab ich doch Urlaub. Ich will nur hoffen, die Wohnung über uns wird dann wenigstens richtig super. Wahrscheinlich ziehen wir da nämlich rein.

Mein Gott, ist das laut hier! Ich kann meine Gedanken nicht mehr hören!

Mama mia

Es geht doch in der Formel 1 auch: Es gibt grün, alle fahrn los. Alles toll. Aber nein, an der normalen Ampel gehdat net.

Und der Herr sprach: »Es werde grün!«
Und siehe, es ward grün. Und der Herr sah, dass es gut war. Und er sah, es war grün. Mittlerweile schon ne ganze Weile, denn er hatte schon lang genug zugeschaut.
Da sprach der Herr: »Fahrt, Ihr Fick0r, fahrt! Sonst hau ich Euch mit beide Hände eine vor de Koff0r!«
Aber nein, sie fuhren nicht.

Die Fick0r.

Rot in hell.

Nä, grün.

Ach, shice Wortwhits.

21.9.05

Leutestopper

Argh, wie ich sie hasse: Menschen, die im Weg rumstehen. Ich nenne sie »Leutestopper«.

Das sind die, die aus der U-Bahn aussteigen und auf der Stelle stehenbleiben, um zu schauen, in welche Richtung sie gehen müssen. Scheißegal, ob hinter ihnen 15 Leute auch raus wollen. Das sind die selben Typen, die im Kaufhof am Kopf der Rolltreppen stehen bleiben, um sich erstmal nen Überblick zu verschaffen, während die Treppen ihnen unaufhaltsam Menschen ins Kreuz schaufelt. Oder die, die sich auf Uni-Parties (Gott hab sie selig) mitten auf der Treppe mit fünf gleichgesinnten Idioten unterhalten.

Bei den Fallschirmjägern steht auch immer ein Leutestopper an der Sprungluke. Aber der macht das wenigstens professionell: Wenn mal eine Springerreihe mitten beim Absetzen gestoppt werden muss, haut der einfach dem Nächsten an der Tür in die Fresse. Anders kriegt der die ganzen Soldaten, die dicht hintereinander und schnellschnell aus dem Flugzeug rennen, gar nicht zum Stehen.

Das muss doch auch andersrum funktionieren.
Der nächste Leutestopper kriegt von mir ein herzhaftes »GO! GO! GO!« in den Nacken. Und danach ne Faust.

20.9.05

Nebenwirkung

Bin neulich Dreckskerl genannt worden.
Cooles Kompliment.

Kratos, 29, Dreckskerl.

Bewerbungsschreiben

Heute per Email:

»Hallo
Könten sie mir eine kleine Job Liste für momentan freie Jobs per meil zu schicken.

Frage zum Redaktör: Was für ein Schul Abschlus muss man haben um Redaktör zu erlernen können. Und was für besondere kentnisse solte man haben.«

Kein Witz. Na gut, irgendwie schon.

18.9.05

Damenwahl

Nein, ich habe die Dame nicht gewählt.
Ich hab FTP gewählt. Mein Blog musste nämlich gestern kurzzeitig als Screenshot-Server einspringen. Der war ne Zeitlang randvoll, und hatte bestimmt so manchen Ausfall.
Wie’s sich zur Wies’n gehört. O’zapft isser.

16.9.05

Lipophob

»Samma, Du bist doch 30, oder?«
Argh, man kann es bereits sehen.
»Ich hab da gestern mit wem über Leute gesprochen, die unheimlich viel essen können, ohne dick zu werden. Dabei ist Dein Name gefallen.«
Okay, DAS kann man sich sagen lassen.
»Aber meine Theorie ist ja, dass das nur bis 30 funktioniert.«
Mein Gott, das sind ja noch genau vier Wochen!
»Tja, dann werden sich all die Nummer 14s [Anm.d.Red.: Hühnchen mit Thai-Curry in Kokosmilch, mit Reis] und die Extraportionen Reis [Anm.d.Red.: Reis] zurückmelden. Du wirst am Morgen des 14.10. aufgehen wie ein Hefezopf.«

Gut, also noch vier Wochen Zeit. Bin zur Feier der Theorie einen Burger essen gegangen. Mit Fritten. Meine ersten Fritten seit Jahren. Noch im Restaurant habe ich mich schuldig gefühlt.
Auf dem Weg raus spricht mich ein gleichaltriger Bursche an: »Entschuldigung, haben Sie Feuer?«

SIE? Noch bin ich erst 29!

15.9.05

Ein Gedicht

In dieser finsteren Zeit (Abgabephase from Hell) freue ich mich über sowas ganz besonders:

Danke, Lennart.

12.9.05

Serotonin

Energieabfall im Hirn.
Keine Schokolade im Haus.
Nutella aus dem Glas gelöffelt.
Mit überdosiertem Kakao nachgeschüttet.
Lebenserhaltungssysteme bis auf Weiteres stabil.

11.9.05

Hätt' gern zwei Bällchen: Schinken und Banane

Unser neues Verlagsgebäude steht in einem Verlagsneubaugebiet. Da wachsen grad tonnenweise Eigentumswohnungen für spätgebärende, dynamische Familien. Entsprechend fahren da am Sonntag die Kinderwagen Rennen über die Schotterpisten der Baustellen.
Das einzige motorisierte Gefährt: Der Eiswagen, der die Ecke als sein neues Revier entdeckt hat. Der zuckelt mit unglaublich lautem Glockenspielgeklingel um den Block und lockt Kinder an. Perfides Marketing, dieses Eiswagen-Gebimmel. Stammt bestimmt direkt aus Pavlovs Schreibtisch, Abteilung: »Was mach ich, wenn ich nach den Hundetricks mal Geld verdienen will?«

Auf mich hat der Eiswagen einen anderen Effekt. Ich will den Fahrer rausziehen, wild im Kreis fahren und Leute überrollen. Whoopee!

10.9.05

Danger, Fabian Siegismund! Danger!

In alter Tradition, Schwachsinn zu teasern, hier das Titelbild unseres nächsten Quatsch-Videos:

Kauft Euch bitte das nächste Heft, sonst war das alles umsonst.

9.9.05

Destroy! Destroy! Destroy!

Wer hat eigentlich behauptet, das deutsche Volk wolle am Wochenende um Viertel nach acht keine Filme mehr im Fernsehen sehen? Stattdessen müssen wir uns »Die 10«, »Alles Atze«, »Genial daneben«, »Was guckst Du« oder so nem Scheiß anschauen. Da kann man ja nur ausgehen.

Aber Pro7 hält die Fahne hoch und zeigt »Lost in Space«. Den finde ich sogar richtig super. Sympathische Leute, zwischenmenschliche Dramen, Raumschiffgedöhns, Schpeschell-Ifäkts, fesche Klamotten und eine Handlung, die Spötter nicht sehen, aber trotzdem da ist. Im Original gibt's sogar ziemlich nette Dialoge. Wobei der coolste Sprücheklopfer immer noch der Robotter ist. Ich sach nur »Danger, Will Robinson! Danger!«.
Zum Glück sieht er im Film nicht so beschissen aus wie in der 60er-Jahre-Serie.

7.9.05

Hölle, Hölle, Hölle, Hölle!

Wenn es eine Hölle gibt, Unterabteilung Spieleredakteure, dann sieht sie so aus:

Man spielt Shooter, in denen man nicht frei speichern kann. Als wäre das nicht schon teuflisch genug, stürzt das Spiel immer dann ab, wenn sich viel auf dem Bildschirm tut. Um die Abstürze zu verhindern, schaltet man daher alle Gegner aus der Distanz aus, um Explosionen und Trara möglichst klein zu halten. Dann, wenn man kurz vor dem nächsten Speicherpunkt ist, stürzt das Ding trotzdem ab, und nimmt gleich den ganzen Rechner mit.

Aber nicht einfach so, *peng* und aus. Das wäre zu leicht. Erst fängt das Bild ein bisschen an zu ruckeln, und die Soundkarte produziert kleine, fiese Pfeiftöne. Dann wird das Ruckeln zur Diashow, und das Fiepen so laut, dass man den Kopfhörer runterreißt und flucht wie 25 Kesselflicker auf Exctasy. Dann geht die Mühle aus und man merkt, wie laut man eigentlich schreit.

Wenn der Rechner wieder hochgefahren ist, dauert’s ab dem Doppelklick aufs Start-Icon eine knappe Minute, bis das Drecksspiel tatsächlich lädt. Dann ne Minute bis ins Spiel, und noch eine bis zum Spielstand. Dann geht wieder alles von vorne los.

Das alles dauert so lange, dass man nicht zuhause abendessen kann, sondern vorort einkaufen muss. Und weil’s in der Hölle nur Tankstellen gibt, besorgt man sich sein Abendessen da. Zwei Becher Weizenmehl, Pflanzenöl, Kochsalz, Trockengemüse (Karotten, Mais, Schnittlauch), getrocknete Shrimps (1,5g)[!!!], Aroma[???], Bouillon, Maltodextrin, Geschmacksverstärker (E621, E635), Gewürze, Zucker, Farbstoff Zuckerkulör, Mehlbehandlungsmittel (Natriumcarbonat, Natriumpolyphosphat), Antioxidationsmittel Tocopherol und Säuerungsmittel Zitronensäure [wegen der Vitamine] müssen reichen.
Mindestens haltbar bis: Armageddon.

Zum Nachtisch Magermilch, sterilisiert, mit einer Zuckerart und Süßungsmitteln.

Argh!
Wenn das die Hölle ist, kann die nicht wenigstens warten, bis ich tot bin? Das wäre nett, danke!
Ich hoffe, die Hölle für unfähige Spiele-Entwickler ist gleich nebenan.

5.9.05

Frontal

Unsere Leser sind lustig.
Da stellt man ein paar Fotos online, und die machen sowas draus:

4.9.05

Bush-Bashing

Von Rappern kann man ja halten, was man will. Ich halte Abstand. Aber Kanye West hat in einer Live-Spendenshow die US-Medien und George Bush für ihren Rassismus gebasht. Sehenswert.

Klicki.

Suchhund

Der Counter macht mir Spaß. Nu sehe ich ja auch, über welche Google-Suchworte Leute bei mir landen.
Da gibt's bislang »Fabian Siegismund«. Macht Sinn.
Dann noch »Lederbux«. Macht auch Sinn, hab ja nu sogar schon zwei.
Als drittes »Lidl Wein Tetrapack«. Äh... okay...?
Und dann ist da noch »Blumenkohl am Pillermann Text«. Schräg.

Aber ich bin mir sicher, Ihr habt da noch viel tollere bei Euch. Sagt ma.

3.9.05

Namensphat0r

Hab vorhin Prinzessin Mononoke gesehen. Hab mich schon gewundert, weil der zur Mittagszeit kam, aber die haben die fliegenden Körperteile rausgeschnitten.
Jedenfalls heißt das Reittier vom Helden Yakul. Verwirrend, wenn Filmfiguren Namen wie Ausrufe haben. Denn als das Hornvieh in einer Szene von einem Pfeil getroffen zusammenbricht, ruft sein Reiter
»Ja cool!«. Sowas herzloses.

Oder bei Braveheart. Als William Wallace seinen Onkel trifft.
»William, ich bin Dein Onkel Argyle.« Ah, geil.

Und für Koblenzer ist Beverly Hills 90210 der Brüller. Bei uns heißt »dillen« nämlich essen. Und als Brenda zu Dylan sagt: »Willst Du ein Stück Kuchen dillen?«, bin ich bald geplatzt. Oder »Ich kann ohne Dillen nicht leben.« Hey, wer kann das schon?

Zwei Sachen:

Erstens gibt's rechts neue Links.

Zweitens gehe ich jetzt in die Stadt und kauf mir noch ne Lederhose. Ist ja bald Wies'n. Und ich kann unmöglich 14 Tage lang jeden Tag die gleiche Hose anziehen.

»Wir brauchen von Ihnen eine DNA-Probe. Speichel, Schweiß, Blut oder Sperma.«
»Hier, meine Lederhose. Da haben sie alles auf einmal.«

2.9.05

Und wo wir grad dabei sind...

...wenn man bei Google Siegismund eingibt, bin ich auf Platz eins. Damit schlage einen mir gänzlich unbekannten Frank Siegismund und meinen Onkel(?) R. Siegismund. Obwohl der www.siegismund.de gebunkert hat. Der Sack.

Zähler durch Nenner

Hab grad einen Counter eingebaut. Nach einem Jahr Geblogge will ich dann doch mal wissen, ob mir überhaupt jemand zuhört.

Also klickt, Ihr Hunde! KLICKT!

Hot Cuisine

Da sag nochmal einer, die polnische Küche sei nicht innovativ.