Kleine Abenteuer in der grossen Stadt

28.3.05

Er hat auch gar nicht gebohrt!

Doch, und wie er das gemacht hat: Mein Vormieter hat in unserer neuen Wohnung, in die Philipp und ich gerade einziehen, überall Löcher gebohrt und gedübelt wie blöd.
Die habe ich am Wochenende alle mal gemoltofillt, und mittlerweile schon meine beiden Zimmer gestrichen. Übermorgen wird hoffentlich das Bad renoviert, und dann können wir allmählich Besuch empfangen.

Apropos Löcher:
Ich hatte heute zwei Nachrichten von Philipp auf meiner Mailbox:
»Du, kannste mal noch nen Schraubenzieher mitbringen? Ich versuche grad, die Kühlschrankhalterung in der Küche abzubauen. Danke!«
Fünf Minuten später dann:
»Ich brauch doch keinen Schraubenzieher mehr, hab das Ding auch so aus der Wand bekommen. Nu brauch ich allerdings nen Spachtel und Moltofill...«

21.3.05

Don't panic

Der beste Trailer des bekannten Universums ist da.

19.3.05

Jetzt kommt ein Karton

Wo kommen eigentlich Umzugskartons her?
Ich glaub, die gibt's gar nicht zu kaufen, sondern werden von Generation zu Generation weitergegeben. »Du, ich zieh nächste Woche um.« »Echt? Warte, ich hab noch Umzugskartons im Keller.« Jedenfalls haben wir hier tonnenweise Kartons aus allen Ecken der Stadt.

Aber es muss ja auch Leute geben, die den Kartonkreislauf am Leben halten und neues Blut einbringen. Dazu gehört wohl Philipp: »Ja wie, wo kommen die her? Die kauft man, zum Beispiel bei Ikea. Und dann verleiht man sie und bekommt sie nie mehr wieder!«

Ah, da kommen die also her.

17.3.05

Parole: Chicago

Am Dienstag hat die Kindliche Kaiserin ihre letzte Prüfung für's zweite Examen gehabt. Das musste natürlich gefeiert werden. Der Plan war, im Cord tanzen zu gehen. Aber während wir mit ganz vielen anderen Nachwuchsärzten zum Vorglühen in ner Kneipe saßen, kamen schon die ersten Meldungen von der Front rein: Das Cord sei so voll, dass Georg (der noch viel voller war) nicht reingekommen sei. Und sich bei der Gelegenheit auch so mit dem Türsteher angelegt habe, dass er nie mehr reinkommen wird.

Die Losung des Problems: An der Tür sagen, man sei von der LMU und wolle Examen feiern. Wir also zu siebt hin, der Türsteher kommt raus, und wir sagen unseren Text auf. Daraufhin rollt der Bouncer die Augen: »Tut mir leid, Leute, heute haben wir echt strenge Vorgaben, was unser Publikum angeht. Und Ihr kommt leider nicht rein.« »Und wie sehen die aus, die Vorgaben?« »Heute keine Mediziner von der LMU.«

...oh...

Klassische Fehlinformation, aber wir denken mit: »Äh, wir sind ja gar nicht von der LMU.« »Wir haben gehört, wir müssten das sagen.« »Ich bin überhaupt kein Mediziner.« »Ich bin noch nichtmal Student!« »Und ich bin Computerspiele-Redakteur.«
»Du bist wohl eher von der Gestapo«, sagt der Türsteher, und lässt uns rein.

7.3.05

Guck mal, Frost!

Fieses Gefühl des Tages:
Mit feuchten Händen die glatte Seite eines gefrorenen Tiefkühlspinatquaders anfassen und dabei leicht festfrieren.

5.3.05

Tip toe to the tulip

Gestern war ich auf der Battlefield-Convention in Dortmund. Das war ne LAN-Party mit Präsentation von Battlefield 2. Geiles Spiel, übrigens.

Die Veranstaltung war in einer Flugzeughalle am Dortmunder Flughafen, und entsprechend hab ich mir auch ein Hotel in der Nähe des Flughafens buchen lassen. Das »Golden Tulip«. Ich fand's clever, der Taxifahrer, der mich da hinbrachte, fand's total scheiße: »So'n Kack! Jetzt steh ich hier 2 Stunden in der Warteschleife, nur um dann drei Kilometer zu fahren!« »Ich kann ja auch gehen...«, sag ich. »Nee, da können Sie ja nix für! So ne Scheiße!«
Er hat dann 10 Minuten lamentiert, was er für einen Scheißjob hat, bis ihm aufgefallen ist, dass er vor lauter Aufregerei in die komplett falsche Richtung fährt. Das hat ihn dann auch nicht gerade beruhigt.

Der pakistanische Taxifahrer auf dem Rückweg hat kaum was gesagt. Dabei wäre ich um jedes Wort, das mich ablenkt, froh gewesen. Denn ich musste mir ständig auf die Zunge beißen, um nicht laut loszulachen. Auf der Mittelkonsole klebte nämlich sein Taxifahrerausweis. Und der Mann hieß Nasser Kaki.