Blizzard-Warnung
»Ich schau's mir mal für nen Monat an...«, my ass. World of Warcraft macht süchtig. Wenn Du einmal damit anfängst, bleibste drauf hängen. Das fürchte ich zumindest. Dieses zwanghafte Bedürfnis, immer neue Sachen zu finden und mächtigere Zauber zu lernen, fesselt mich an ein Spiel, das ich optisch gar nicht so ansprechend finde. Die Grafik ist mir zu comichaft, und die Größenverhältnisse passen hinten und vorne nicht.
Aber egal, schon nach einem Tag ertappe ich mich bei Gesprächen mit Kollegen, die ungefähr so klingen:
»Der Rob muss mir mal ne Ledertasche mit 8 Slots machen, mein Rucksack quillt über. In erster Linie mit Kram, den ich eh nicht verwenden kann.«
»Was kannste denn für Waffen benutzen?«
»Dolche und Zauberstäbe.«
»Prima, ich hab grad ein echt geiles Messer geschmiedet. Macht 11 Schaden pro Sekunde. Schick ich Dir. Geh morgen mal zum Postamt in Orgrimmar.«
»Cool, danke, brauchste das nicht mehr?«
»Nö, ich bin ja'n Krieger, ich benutzt schwereres Gerät. Hab da jetzt ne neue Technik drauf, »Hinrichtung«. Die haut so bös rein, macht über 200 Schaden!«
Die Redaktions-Kollegen haben mittlerweile eine eigene Horden-Gilde gegründet, da darf ich dann mit meinem orkischen Hexenmeister auch mitmischen. Und wenn die kindliche Kaiserin erstmal ihr Examen in der Tasche hat, will sie WoW auch mal ausprobieren. Feengleiches Wesen das sie ist, will sie natürlich eine Elfe spielen. Elfe und Ork, das kann nicht gut gehen, da werde ich wohl zur Allianz wechseln müssen.
Aber nun wecke ich erstmal Warhoarse auf. So heißt mein Hexer. Der liegt grad in einem Gasthaus in der Koje, pennt schon seit rund 22 Stunden und ist jetzt bestimmt topfit. Muss er auch sein: Heute wird er reiten lernen und seinen ersten Voidwalker beschwören.






