30.11.04
29.11.04
Made in Berlin
Am Samstag waren wir übrigens auch noch in einem Restaurant, in dem man Maden essen konnte. Mehlwürmer, um genau zu sein. Und Grillen. Gegrillte. Aber zum Glück gab’s da auch noch richtiges Essen, denn die Viehzeug-Teller waren ziemlich klein.
Pfff, ich dachte, damit wolle man den Hunger in der Welt bekämpfen.
Nach ner Weile hängt einem das Gewürm ziemlich zum Hals raus.
28.11.04
»Du warst mit ihm essen, natürlich im Ritz…«
»…bei mir gab’s nur Currywurst mit Pommes Frites«.
Aber wie ich festgestellt hab, muss das kein Widerspruch sein. Ich war gestern mit meiner Familie zum Essen im Ritz in Berlin. Und mein Vater hat tatsächlich eine Bratwurst mit Bratkartoffeln gegessen.
Ich habe »Coq au Vin« bestellt, ohne zu lachen. Dafür konnte ich das Klo nicht finden. Aber eine reizende Bedienstete hat mir den Weg gezeigt. Ganz recht, sie hat nicht einfach gesagt »da lang«, sondern hat mich bis zur Tür geleitet.
Das ist zwar peinlich, da steckt aber System dahinter: Jeder Ritz-Angestellte ist für alles zuständig. Nach den Statuten des Hotels durfte die also nicht einfach sagen »da lang«, sondern musste mich so lang babysitten, bis ich das Klo gefunden hatte. Wenigstens ist sie nicht mit rein gekommen.
Zu diesem Prinzip gibt’s eine lustige Anekdote:
Einmal hat ein Ehepaar seine Koffer in der Lobby neben den Koffern einer Reisegruppe abgestellt. Der Busfahrer hat die dann mit eingeladen und hat sich auf den Weg gemacht. Das Ehepaar hat das zu spät gemerkt und Alarm geschlagen, weil sie nämlich schnell zum Flieger nach Madrid mussten.
Der Portier, der für die Koffer verantwortlich war, hat das Pärchen zum Flughafen geschickt, ist ins Taxi gesprungen und dem Bus nachgejagt. Irgendwann hat er ihn eingeholt, die Koffer sichergestellt und ist zum Flughafen gehetzt. Das Ehepaar war aber schon weg.
Also rein ins nächste Flugzeug und ab nach Madrid. Da hat er dann die Koffer übergeben…
Ich hätte das gerne mal getestet, und hab kurz mit dem Gedanken gespielt, im zehnten Stock beim Zimmermädchen einen Triple Cheeseburger von Burger King zu ordern. Aber ich war bereits mit meinem Coq au Vin zufrieden.
Haha.
Das Ritz in Berlin. Nicht zu verwechseln mit der Ritze in Hamburg.
26.11.04
Herr der Ringe
»Haste abgenommen? Dein Ring sitzt so locker...«
Hmm, schön wär's. Mein Hüftring sitzt jedenfalls noch recht fest.
24.11.04
Heiße Scheibe gegen kalte Scheibe
In Koblenz braucht man keinen Eiskratzer. Höchstens, um Vogelscheiße von der Scheibe zu kriegen. In München ist das selbstverständlich was anderes. Da frieren morgens auch die Fenster.
Zum Glück hatte ich noch eine Kassette im Handschuhfach. Buena Vista Social Club. Muss noch von meiner Schwester sein. Und die ist äußerst nützlich. Die Kassette auch.
Ha! Versucht das mal mit ner CD. Oder ner MP3. Besonders praktisch: In meinem Radio ist ein kleines Fach, wo mein neuer Eiskratzer genau reinpasst!
23.11.04
Bei Nichtgefallen Geld zurück
Münzen passen nicht in mein Portemonnaie, also muss ich sie immer in der linken Hosentasche verstauen. Bei »echten« Münzen wie Einern oder Zweiern kann ich das noch ertragen, aber der ganze Bronzeschiss geht mir auf die Eier. Und das liegt nicht daran, dass ich Linksträger bin. Entsprechend gefallen mir Münzen nicht. Also hab ich nicht fest auf den Knopf gedrückt.
22.11.04
21.11.04
19.11.04
Blogwart
Blogs sind hip. Sprießen überall aus dem Boden. Sogar die GameStar-Redaktion hat jetzt eins.
Mittlerweile hat also fast jeder Arsch sowas. Aber es gibt da einen Arsch, der hat keins, und liest dafür fremde Blogs. Das ist ja soweit okay (dafür sind Blogs ja da), würde er nicht auch noch Geschichten verdrehen, die er hier liest, um anderswo Stimmung gegen mich zu machen.
Das ist zwar hinterhältig, aber in erster Linie unglaublich dämlich. Denn wie lange kann man so eine Geschichte glaubwürdig halten? Ungefähr so lange, wie es dauert, bis der Manipulierte Zeit findet, sich hier mal selbst reinzulesen.
Abgesehen davon: Wäre ich wirklich so dumm, hier was zu schreiben bzw. stehen zu lassen, von dem ich nicht wollte, dass meine Freundin es liest?
Pah! Als hätte ich meine ganzen schmierigen Frauen-Geschichten nicht schon letzte Woche gelöscht!
So schließe ich diesen gesellschaftskritischen Sermon mit einem Zitat aus Bloodlines:
»I strongly advise you to go fuck yourself«
18.11.04
Aufi geht's
Morgen fahre ich mit Heiko und ein paar anderen Spielsüchtigen ins Stubaital. Skifoan. Das wird bestimmt wieder so teuer, dass ich die XBox und den Fernseher für diesen Monat abhaken kann. Aber nächsten Monat ist Weihnachten, da weiß ich ja dann schon, was ich mir schenken kann.
Das kleine rote Auto kriegt jetzt schon was, weil's so brav war: Neue Winterschuhe. Ich hoffe, die taugen dann auch was, immerhin trägt es mich ja morgen in die Berge. Es freut sich bestimmt schon, denn es war noch nie in den Alpen. Zumindest nicht mit mir.
16.11.04
15.11.04
Super, Mann
In der Smallville-Folge »Transference« geht's darum, dass Lionel Luther und Clark die Körper tauschen. Oder die Seelen, kommt drauf an, von wo man guckt.
Sowas finde ich eigentlich meistens nervig, besonders, wenn die Chose innerhalb von 40 Minuten ein gutes Ende finden muss. Es läuft ja immer darauf hinaus, dass der Gute seiner Freundin/Frau/Mutter eine herzergreifende Geschichte aus der Vergangenheit erzählt, die nur er wissen kann, und dann haben beide Tränen in den Augen und ich nen Knoten im Hals.
Aber dann, großes Fratzengeballer im Gefängnis, und dazu läuft... »Pain« von Jimmy Eat World, einer meiner derzeitigen Lieblings-Hits. Eigentlich nicht derb genug für ne Schlägerei mit schweren Jungs, aber trotzdem cool. Und man will die Teenie-Zuschauer ja nicht verschrecken.
Es war ja schon Schreck genug, dass Lana nu mit dem Coach zusammen ist.
Nachtrag:
Und am Anfang der nächsten Folge läuft während einem Footballspiel »Walk Idiot Walk« von den Hives. Scheinbar hat die Serie einen neuen Soundtracky.
14.11.04
Brot mit eigener Postleitzahl
Tatsächlich, es gibt sie: die Mahlzeit, die ich nicht komplett aufessen kann.
Das CADU führt ein Baguette, das 50cm lang ist. Für Verliebte oder Verfressene. Prima, ich bin beides, her damit.
»50cm my ass«, dachte ich. Selbst wenn, bei Subway hab ich schonmal zwei 30cm-Brote hintereinander gegessen. Weil ich mich zwischen beiden nicht entscheiden konnte. Aber dann kam tatsächlich ein Baguette, das quasi über die Tischränder rausguckte. Lockerst 50cm. Und nicht so'n Subway-technisches Labberding, sondern so ein dickes deutsches Brot. Beeinflusst wahrscheinlich Ebbe und Flut.
Die anderen Gäste haben schon ihre Hälse gereckt, aber erst richtig getuschelt, nachdem Frau Doktor ne Portion Nudeln bekam und damit klar war, dass das Monstrum (das Baguette, das BAGUETTE!) für mich alleine da war.
Dummerweise stand auf der Karte nicht, was auf dem Ding drauf ist, und ich wollte mir die Überraschung nicht nehmen lassen. War dann Wurst, Käse, Schinken, Salami, Tomaten, Gurken und Majo. Ich hatte eher auf ein kleines Schwein, ein Kälbchen oder ein paar Hühner gehofft.
Nach gut der Hälfte des Baguettes haben die Leute dann auch endlich allmählich weggeguckt, weil sie wohl dachten, ich schaff's eh. Hätte ich auch, aber nach 40 cm mochte ich Wurst, Käse und Mayo nicht mehr. Bin ich ja eh kein Fan von. Also hab ich lieber die Nudeln von der Frau Doktor aufgegessen.
13.11.04
Links außen
Man sollte sich öfters anderer Leute linke Seite anschauen.
Link-Seite meine ich. Denn sonst übersieht man, wenn man verlinkt worden ist, und zahlt's nicht heim.
Ich gelobe Besserung und baue hiermit Links zu Hendrik und Paul ein.
Wer jetzt nicht weiß, welche der Links zu wem gehen, der muss alle Links ausprobieren. ALLE. HAHAHAAA!!!
Mordinstrument
Als reinlicher Mensch habe ich einen Nagelknipser im Rucksack (auch wenn der Zusammenhang nicht zwingend ist). Und ärgere mich immer, dass ich den zusammen mit meinen weitaus gefährlicheren Messern bei jedem Flug umpacken muss. Wen soll man damit schon verletzen?
Doch seit gestern betrachte ich Nagelknipser mit Argwohn.
Der in meinem Badezimmerschrank wohnt zusammen mit meinem Rasierer, so auf Augenhöhe. Als ich den Rasierer gestern rausgeholt habe, fiel der Knipser aus dem Schrank und bohrte sich recht eindrucksvoll in meinen Fuß. Bis Blut kam.
Allerdings habe ich ja jetzt eine Ärztin an meiner Seite (neu!), die noch dazu in Steinwurfweite wohnt, da muss ich nicht mehr so dolle auf mich aufpassen. Sie macht nämlich auch Hausbesuche.
12.11.04
11.11.04
Lifestylisch
Bin gestern auf einer hippen Veranstaltung gewesen. Halo2-Releaseparty.
Zu Essen gab's lauter grüne Sachen (weil das ja die XBox-Farbe ist): grüne belegte Brote, grünes Sushi, grüne Pommes mit hipp arrangierter Curry-Wurst, grüne Suppe in kleinen Gläsern (das muss irgendwas ingwermäßiges gewesen sein) und noch grünen Nachtisch.
Zur Belustigung wurden extra ein paar Sternchen eingekauft, z.B. Blümchen, Elton, Nova Meierhenrich oder Till Schwaiger. Wobei, der ist ja schon fast ein Star.
Miriam Pielhau, ehemalige Giga-Ziege und nun Taff-Tussi, hatte ein extraordinäres Cowgirl-Outfit an. Janin Reinhardt wollte nicht mit zum Karaoke gehen. Dafür ist der Sohn vom Focus-Chef ein GameStar-Fan.
Neben den ganzen unbekannten Promis waren nur Journalistenköppe da. Alles Kerle natürlich. Nicht so prickelnd. Ich bin irgendwann mit einer netten Microsoft-Maus (kabellos) ins Gespräch gekommen. Nachdem ich der sagte, Heiko und ich wären bei GameStar, war sie verblüfft: »Hätte ich gar nicht gedacht. Ihr seht gar nicht so aus wie die anderen hier. Ich hätte eher gedacht, Ihr schreibt für ein Lifestyle-Magazin...«
Yessss.
P.S.: Das hab ich natürlich nur Philipp zu verdanken. Der hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass es hipp ist, Manschettenknöpfehemdenärmel nicht zu knöpfen, sondern über's Jackett zu falten. Hab nämlich meine Manschettenknöpfe in Koblenz vergessen. Aber die brauch ich jetzt auch nicht mehr.
9.11.04
Evergreen
Argh!
Sie haben’s neu aufgelegt, das Spiel, das mich mindestens drei Semester gekostet hat. Im Nachhinein hat’s mir wohl nicht geschadet, aber trotzdem. Counterstrike ist wieder da. Und ich kann’s noch:
Hmm, aber die eingebaute Screenshot-Funktion suckt große Zeit. Man kann meine Stats ja gar nicht erkennen...
8.11.04
7.11.04
6.11.04
3.11.04
Koppuhr
Unser Bad und unser Klo haben jeweils keine Fenster. Dafür sind da Lüftungen eingebaut, die an den Lichtschalter gekoppelt sind. Wenn eine Zeitlang das Licht an ist, gehen die Ventilatoren davon aus, dass da jemand zugange ist, und gehen davon an.
Ich habe anfangs gerne mal das Licht im Klo angelassen; zum Wohle der Menschheit (vertreten durch die Mitbewohner). Philipp hat sich dann aber irgendwann beschwert, weil das Gebläse doch ziemlichen Krach macht und sein Zimmer daneben liegt.
Also habe ich mir angewöhnt, das Licht in regelmäßigen Abständen aus und gleich wieder an zu machen, damit der Ventilator nicht anspringt.
Mittlerweile habe ich das so perfektioniert, dass ich ein genaues Gefühl dafür habe, wann die Belüftung angeht. Allerdings habe ich nun auch auf fremder Leuts Klos das Bedürfnis, nach eben dieser Zeit das Licht kurz auszumachen...
2.11.04
Ire Schuld?
Das ist Marian. Freundin von Robin Hood in der 80er-Jahre Serie. Ich wollte immer Robin sein. Ganz klar also, dass ich Marian unterschwellig toll fand, auch wenn ich das damals nicht gemerkt hab.
Später wollte ich dann doch lieber Nasir sein. Der mit den zwei Schwertern. Aber das mit Marian ist wohl hängen geblieben. Denn heute frage ich mich, ob sie mich nicht geprägt hat, was meinen Frauengeschmack angeht: Dünn und rothaarig sind zwei Eigenschaften, die bei Mädchen immer meine Aufmerksamkeit erregen.
Ich glaube, ich habe Mary Jane Parker (geborene Watson) jahrelang zu Unrecht verdächtigt.










