Kleine Abenteuer in der grossen Stadt

28.7.04

Gute Mine zu bösem Spiel

Na, was seh ich denn da? Blogger.com stellt mir eine selten blöde Werbung hin.
»Menschen gegen Minen - Spenden Sie online«

Menschen gegen Minen. Was für ein blöder Kampf. Wieso sollte ich dafür spenden? Ich weiß doch jetzt schon, wer gewinnt. Und wer macht bei so nem Quatsch freiwillig mit? Das tut doch weh. Da brauchen die schon ne Menge Spenden, bis sich da einer meldet.

(T)raumschiff So'n Shice

Na gut, so schlimm war der Film nu auch wieder nicht. Aber man hat jeden Witz kommen sehen. Oder schonmal woanders drüber gelacht. Und wenn ich so Witze mach, rollen hier wieder alle die Augen. Und Patrick sagt "Du läßt auch keinen aus..." und fistet anschließend vor Verzweiflung seine Prinzenrolle.

Allerdings hab ich noch nie gesehen, wie ein Raumschiff aus Versehen ein Chamäleon erschießt. Das war lustig.

27.7.04

Waffe weg!

Grrr. Auf einer netten Party um Weihnachten rum hat mir irgendein Spitzbube mein perfektes Messer aus dem Jackett geklaut. Und da war's nur drin, weil ich mir meine Hose nicht mit dem aufgerauhten Rutsch-Schutz kaputt machen wollte.
Aber weil mir am nächsten Tag die dazugehörige Freundin auch abhanden gekommen ist, war's wohl einfach Zeit für einen Wechsel.
Also hab ich mir das perfektere Messer gekauft. Gleiches Modell, ebenfalls mit dem vielbesungenen Carson-Flipper, aber komplett schwarz und mit einer zusätzlichen Sicherung.

Und nu ist das auch weg! Im Biergarten war's noch an der Bux, wo's hingehört. Danach simma noch inne Disse, und da hab ich's vielleicht schnell noch zuhause abgelegt oder irgendwem zur Sicherheitsverwahrung abgegeben. Hätte ich mir auch sparen können, weil ich in Muc noch nie durchsucht worden bin. Scheinbar seh ich mittlerweile zu vernünftig aus. Schlimm, schlimm.

Jedenfalls isses weg, und ich will's wiederhaben.
Es ist schwarz, heißt mit Vornamen Mecky und ist die meiste Zeit eingeschnappt.

26.7.04

Essgewohnheiten

"Du bist ein Kerl. Mit mächtig Hunger. Kleinere Länder wie Liechtenstein sollten Dich fürchten."

"Hamma von Dir ein Ganzkörper-Foto?"

Große Aufgaben kommen auf den kleinen Trainee zu.
Sehr gut, bin ja nicht zum Spaß hier. Dass es großen Spaß macht, wird allerdings dankend in Kauf genommen.

Und außerdem:
"With great responsibility comes great power"

War das nicht so?

25.7.04

Der unglaubliche Klotz

Jetzt neu in meinen Lieblinks: Das Hulk-Blog und Bash.

Weil sich hier ja auch Newbies rumtreiben, lasst mich Bash kurz erklären:
Das ist eine Sammlung von lustigen Chat-Logbüchern oder Chat-Zitaten, mal kurz, mal lang, immer witzig.

Kneecapping

T-Online hat mich heute erschreckt. Die wollen nämlich 40 Euro DSL-Grundgebühr von mir, obwohl sie die scheinbar schon meinem Vormieter abgeknöpft haben. Also habe ich von denen einen kleinen Aufsatz (ohne Zeichenvorgabe) gefordert, in dem sie erklären sollen, wie ich zu dieser Ehre komme.

Die Antwort erfolgte prompt in Form einer Mahnung. Diese habe ich erstmal geflissentlich übersehen, weil ich mich ohnehin frage, warum Post von denen überhaupt bei mir ankommt. T-Online schreibt nämlich nie »c/o Sascha Friedrich« auf die Briefe, wie sich das gehört. Ich stehe hier ja gar nicht auf der Klingel.

Heute ging dann überraschend für eine Stunde mein Internet nicht mehr. Was mir mal wieder zeigte, wie unangenehm es ist, unfreiwillig offline zu sein. Derart gewarnt habe ich, sobald die Verbindung wieder da war, freudig bezahlt.

Die größte Aral-Tanke der Welt

Dr. Tolksdorf, bekannt aus vorigen Posts und dem Comments-Bereich, hat mich über's Wochenende heimgesucht. Wir haben »Mashed« gespielt, bis einer von uns kotzen musste, und den Ort unserer gemeinsamen jugendlichen Untaten heimgesucht: die Offizierschule der Luftwaffe.

Die haben da immer noch die selben alten Teppiche in den Fluren, die schon zu unserer Zeit nach getrocknetem Matsch und verschlabbertem Bier gerochen haben. Die OSLw ist immer noch ganz in blau. Auch sonst ist da alles beim alten. Nur war leider keine Sau da, die uns aufgrund unserer feschen Absolventen-Ringe hätte bewundern können.

Getreu dem Motto der OSLw haben wir uns spontan entschlossen, zu heiraten. Die passenden Ringe ham wir ja schon.

24.7.04

Verkehrte Welt, Teil 2

Ich gehe kaum noch Laufen, weil's irgendwie immer, wenn ich ma Zeit und Bock hätte, anfängt zu regnen. Und dann kann ich nicht laufen, weil sonst mein MP3-Player kaputt geht. Aber wahrscheinlich bin ich einfach schon zu weich, gehe nur deshalb nicht Laufen und werde daher noch weicher. Ein Teufelskreis.

Und deshalb bin ich heute Laufen gegangen, gerade weil es tierisch geregnet hat. Hab ich den MP3-Player halt ma daheim gelassen.

Bei dem Wetter gehörte der Englische Garten natürlich mir allein. Okay, da war da noch dieser wunderliche ältere Herr, der nur mit einem Regenschirm bekleidet mitten auf der Wiese stand. Und ein Rudel Graugänse, die auch keine Angst vor mir hatten.

Meinen Trink-Rucksack hätte ich doch ma lieber mitgenommen, denn auch wenn man außen klitschnass ist, kann man innen furchtbar durstig werden.

23.7.04

Bier-Baron

Der Blog-Wart hat mich (völlig zurecht) ermahnt, dass ich schon so lange nicht mehr gebloggt habe. Aber irgendwie ist zu wenig passiert, was man hätte erzählen können. Und zu viel, was man nicht erzählen kann.
Aber diese Durststrecke ist nun vorbei. Spätestens seit gestern. Da war halb IDG zusammen im Biergarten, und da ist keiner lange durstig geblieben.

Das hier ist Alex. Er macht bei uns Sachen auf CDs. Komischerweise hatten wir vor sieben Jahren schon mal miteinander zu tun, ohne es zu wissen: Ich war auf dem Bundeswehr-Lehrgang »Überleben Land«, im schönen Bayern. Er auch, allerdings nicht als Überlebender, sondern als Feind. Kriegspielen macht ja keinen Sinn, wenn’s nicht auch böse Buben gibt. Weil man dafür nicht echte Feinde einfliegen will und das wohl auch zu viel Verschleiß beim Menschenmaterial führen würde, übernehmen das natürlich auch Bundeswehr-Soldaten. Alex war einer davon und hat im Wald ausgehungerten Offiziersanwärtern wie mir aufgelauert. Hat aber zum Glück nur ausgehungerte Offiziersanwärter wie den Tolksdorf getroffen. Aber nicht in echt, sondern nur mit Platz-Munition.

19.7.04

Payback

Wer mich verlinkt, dem zahl ich's heim. Hier geht's zur Aservatenkammer.

18.7.04

Skekse sucken (Gelflinge leer)

Gelflinge. Wer kennt sie nicht? Wahrscheinlich kennt sie kaum noch einer, aber egal. Die kamen im Dunklen Kristall vor. Das ist ein Film, kein Weißbier.
Ich kenne zwei. Sie heißen Lena und Paula und haben überhaupt keine Flügel.

Dieser Gelfling heißt Kira. Lena, Paula, Kira, da steckt offensichtlich System dahinter.

Ach, Paula ist übrigens mit einem Hobbit zusammen!

Schwimmt sogar in Milch

Neulich hat Philipp eine Milchtüte neben den Mülleimer gestellt. Ein Tetrapak mit Schraubverschluss. Der hält scheinbar dicht. Denn gestern Nacht ist die Tüte explodiert: Wahrscheinlich hat die Milch Gärungsgase gebildet, die schließlich die Packung gesprengt haben.
Schöne Sauerei. Welch perfide Zeitbombe.

F-15 Fighting Igel

Grad komm ich heim, und da balgen sich vor meiner Haustüre zwei Igel. Wobei, »balgen« ist vielleicht das falsche Wort, haben sich beide doch am Arsch beschnüffelt, sind dabei immer im Kreis gelaufen und haben lustige Geräusche gemacht. Ich hab mich dann ninja-technisch auf wenige Zentimeter genähert und den Tierchen beim Flirten zugeschaut, bis son Stoffel des Wegs kam, der offensichtlich taktische Zeichen nicht verstand: eine Handfläche nach außen, während die andere wild fuchtelt, heißt »Bleib stehen, Du Arsch, ich guck Igeln beim Knutschen zu!«. Und da haben sich die Tierchen in die nächste Hecke verzogen.

Bei der Gelegenheit ist mir dann wieder eingefallen, was Igel doch für ein lustiges Wort ist. Bei meiner alten Einheit, dem JaBoG 33, hatten die Amis ein »Eagle Team«, das dafür da war, die Shelter zu stürmen, wenn sich tatsächlich ma einer mit ner A-Bombe verschanzt hat. Das liest sich gut, aber die übliche Reaktion auf »Ich arbeite mit einem Eagle-Team zusammen« war:
»Och, wie süß!«...

16.7.04

Spiderman tritt Batman in den Arsch

Grad läuft auf RTL2 »Batman und Robin«. Der mit dem Star-Overkill: George Clooney, Arnold Schwarzenegger, Uma Thurman, Chris O'Donnell und Alicia Silverstone. Und doch können die allesamt nicht verhindern, dass Batman ein Lam0r ist. Wie irgendwie alle Helden aus dem DC-Verlag.
Superman, Aquaman, Wondergirl, die grüne Laterne (was ist das eigentlich für ein Name?!)... alles Lam0r. Bescheuerte Klamotten, alberne Superkräfte und dumme Entstehungsgeschichten. Alle sind entweder von nem fremden Planeten, in was reingefallen, wo sie nicht reingehören, oder haben einfach nur tolles Zubehör. Pah.

Da lob ich mir doch Marvel. Die ham echte Helden, stark und doch menschlich: Wolverine und der Rest der Gruppe X, DareDevil, Spiderman, Hulk, der Punisher... nicht umsonst werden die (mit schwankendem Erfolg) alle wie wild verfilmt.

Im zweiten Spiderman-Film übertreiben sie's allerdings ein bissi. Da will man Peter doch ein paar hinter die Löffel geben, wie der sich da mit Mary Jane anstellt. Aber ich muss sagen, dass mich an dem Film die Liebesgeschichte zwischen den beiden mehr interessiert hat als die Äkschn. Obwohl ich weiß, dass die eh noch heiraten. Und Peter sie mit Felicia Hardy, der Schwarzen Katze, betrügen wird.
Übrigens nicht zu verwechseln mit Selina Kyle, das ist Catwoman. Und die kommt von DC. Und hatte was mit Batman. Wie lame.

Unter Geiern

Die letzten drei oder vier Wochen sah man sie hier gegen Abend in Schwärmen kreisen: Parkplatzsucher. Am Olympiapark zur Open-Air-Saison treten die gehäuft auf. Und weil hier die letzten Wochen das »Tollwood« war, son hippiemäßig angehauchtes Festival, hat die arbeitende Bevölkerung, zu der ich ja nun gehöre, gegen Abend nie Parkplätze gefunden.

Ich hab dann das kleine rote Auto immer einen Block weiter in einem Neubaugebiet abgestellt. Unter den bösen Blicken der Anwohner natürlich. Das Gelände ist nämlich nur was für Anlieger. Aber ich war ja Anlieger. Ich hatte das Anliegen, da zu parken.
Leider habe ich deshalb ständig Zettel mit Texten wie »Das hier ist kein Tollwood-Parkplatz!« unter meinem Scheibenwischer gefunden. Und einmal hat mich so ne blöde Kuh angeraunzt »Hier können Sie aber nicht parken!«. »Hamse doch grad gesehen, wie ich das kann.«

Das ist in der Tat ein Vorteil der ganzen Geschichte: Seitdem kann ich auch in die kleinsten Lücken einparken. Und die Dinger da vorne und hintem am Auto heißen ja nicht umsonst Stoßstangen.

13.7.04

There and back again

Wenn beim Schlafengehen die Sonne schon scheint, weiß man:
Es ist spät.
Wenn beim Aufstehen die Sonne noch nicht scheint, weiß man:
Es ist früh.
Aber da musste ich heute durch. Hatte einen Auslandseinsatz. In Paris. Vietnamesen erschießen. Ja, Jörg, Vietnamesen. In Paris.
Und dazu musste ich um halb fünf aufstehen. Wo ich doch die Nacht davor erst um halb fünf ins Bett gegangen bin. Aber egal, Reisen ist geil. Und wenn man dann noch wo hinreist, um computerzuspielen, ist das ja kaum noch zu toppen.

Das war auch das erste mal, dass ich in Ermangelung größeren Gepäcks einen »Quick Check-In« machen konnte: Einfach Ticket in nen Automaten stecken und, Hey Presto!, schon hat man eingecheckt. Abgesehen davon kommt man sich sehr weltmännisch vor, wenn aus dem Flugzeug steigt und sofort ohne blödes Baggage Geclaime aus dem Flughafen spazieren kann.

Das hat auf dem Rückweg allerdings dann doch nicht so cool geklappt. Die Pariser Security (haha) wollte nicht, dass ich meinen Ständer mit ins Flugzeug nehme (haha!). Kamera-Stativ, mein ich. Also musste ich trotz Quick Check-In nochmal zum Schalter eiern (HAHA) und das Ding (HAHA!!!) einer jungen Dame anvertrauen (WUAHAHA!!!). Die hat es dann in eine große Tüte gepackt und mit Klebeband umwickelt, damit da nix drankommt (SCHLUSS JETZT!!!11einseinself).

Die hatten wohl Angst, dass ich damit wen totschlage. Pff, als bräuchte ich dafür ein Kamera-Stativ. Und damit ich mit meinem Gürtel niemanden erwürge, wurde der auch noch durchleuchtet. Dass in meinem Rucksack jede Menge elektronische Kleingeräte waren, die auf dem Röntgenbild nur wie eine Bombe ausgesehen haben können, hat keinen gestört.
Franzosen.

Dafür hab ich sie im Deathmatch alle ganz furchtbar geschrubbt. In drei Stunden 10-Spieler-Matches hab ich jedes einzelne Spiel gewonnen. So macht man das, Ihr Säcke.

»Oh merde! Encore »Supersiggi«? Qui est-ce? C'est toi?«
»Oui, oui, that's me. Vous voulez Kartoffelpüree?«

11.7.04

Flammbiata

Tamilische Rebellen zu erschießen macht hungrig. Also habe ich die nebligen Sümpfe des indonesischen Dschungels verlassen, um mir in der Küche ein Stück Käse zu suchen... und fand mich im nebligen Hausflur der Winzererstraße wieder. Aber Nebel ist anders, der stinkt nicht und brennt nicht in den Augen. War auch kein Nebel, sondern Rauch.

Und das kam so: Philipp hatte Hunger, eine Tiefkühlpizza, aber kein Backpapier. Aber der Pizzakarton ist ja quasi Backpapier, dachte sich Philipp, also hat er eben den untergelegt. Der Pizzakarton war wegen dieses Mißbrauchs wutentbrannt bzw. Feuer und Flamme, wie man's nimmt.

Jedenfalls habe ich mich daraufhin entschlossen, duschen zu gehen und mir was anzuziehen. Obwohl ich heute eh den ganzen Tag vor dem Rechner sitzen werde. Aber wenn die Feuerwehr kommt, möchte ich bitte nicht in der Schlafanzughose gerettet und auf die Straße getragen werden.

Hmm, scheinbar war meine Feuerwehrmann-Referenz aus dem letzten Eintrag der Versuch meines Spinnen-Sinnes, mich zu warnen.

Ich werde Feuerwehrmann!

Bei der Gelegenheit gleich mal noch ein etwas sinnvollerer Test, der besonders Julia interessieren sollte, da sie sich schon seit Jahren fragt, was sie mal werden soll, wenn sie groß ist.
Hier übrigens mein Ergebnis:

Extroverted (E) 67.65% Introverted (I) 32.35%
Realistic (S) 61.76% Imaginative (N) 38.24%
Intellectual (T) 63.33% Emotional (F) 36.67%
Easygoing (P) 52.78% Organized (J) 47.22%
Your type is: ESTP
You are a Promoter, possible professions include - real estate broker , chef, land developer, physical therapist, stock broker, news reporter, fire fighter, promoter, entrepreneur, pilot, budget analyst, insurance agent, management consultant, franchise owner, electrical engineer, aircraft mechanic, technical trainer, EEG technologist, radiological technician, emergency medical tech., corrections officer, flight attendant.
Take Free Career Inventory Personality Test
personality tests by similarminds.com


Kennt eigentlich noch jemand Grisou, den kleinen Drachen? Der hatte solche Tests nicht nötig.

Gender-Bender

Ich bin trotz nicht-invertierter Maus doch nicht schwul. Viel schlimmer. Ich bin eine Frau. Oder zwei:

Als Film-Schurke bin ich O-Ren Ishii.


Als Spiele-Held bin ich Lara Croft.


Wenn ich bei letzterem unentschieden bin, ob ich nun eher ein »sexy martial artist« oder ein »super elite warrior« bin (und da wird die Wahl doch wirklich eng) und lieber Armee-Klamotten oder Shorts und Unterhemd trage (wären abgeschnittene Armee-Hosen und Unterhemden dabei gewesen, wär's leicht), dann komme ich allerdings auf Solid Snake:


Und der ist ja ziemlich macho. Ein Glück.

7.7.04

Verkehrte Welt

Es gibt wohl keine Frage in Spielerkreisen, die so grundsätzlich und umstritten ist wie die nach der richtigen Maussteuerung in Ego-Shootern: invertiert oder nicht invertiert?

Invertiert bedeutet, dass man die Sicht nach dem Prinzip einer Flugzeugsteuerung verändert. Demnach zieht man die Maus zurück (also zu sich hin), wenn man nach oben sehen will, und nach vorne, wenn man auf die Füße gucken will. Macht Sinn. Man stelle sich vor, man habe keinen beweglichen Nacken: wenn man dann noch oben schauen wöllte, lähnte man sich ja zurück.

Nicht invertiert ist logischerweise das genaue Gegenteil. Macht aber auch Sinn, denn so steuert man das Fadenkreuz in der Gegend rum wie etwa auf der Windows-Oberfläche. Und wenn ich da den Mauszeiger an den oberen Bildschirmrand bewegen will, schiebe ich ja auch die Maus nach vorne.

Wenn man also drüber nachdenkt, sind beide Steuerungen absolut logisch.
Und trotzdem wütet darüber ein Glaubenskrieg. Invertiert verhält sich zu nicht invertiert wie A zu B, Tee zu Kaffee, Mayo zu Ketchup, Apfel zu Birne, UdSSR zu USA, McDonalds zu BurgerKing, Coke zu Pepsi, Reebok zu Nike, fairer Handel zu Nike, Junge zu Mädchen oder schwul zu hetero (wobei ich mir grad gestern hab sagen lassen, invertiert sei schwul).
Ich, der ich schon auf Computern gespielt habe, bevor es Computermäuse gab, habe selbstverständlich immer invertiert gespielt. Joysticks gab's nämlich schon viel früher, und auf dem C64 gab's schon Flugsimulatoren.

Aber am Montag war ich auf der Präsentation eines neuen Shooters. Vorabversion, daher ließ sich die Steuerung nicht anpassen. Ich also gleich »Lässt sich denn die Maus invertieren?« (Schändlicherweise ist nämlich seit einigen Jahren nicht-invertiert Standard) »Nä.« »D'Oh!« »Jaja, jetzt kommen gleich die ersten Ausreden...«
Sowas lass ich mir natürlich nicht sagen, also hab ich mich ein wenig konzentriert und alle mit nicht-invertierter Maus abgezogen. Was sich so anfühlt als müsste man immer, wenn man »nein« meint, »ja« sagen. Frauen haben damit also wahrscheinlich kein Problem.

Ich muss es mit dem Konzentrieren übertrieben haben. Denn seitdem spiele ich nicht-invertiert. Wahrscheinlich werd ich jetzt auch noch schwul.

6.7.04

Weichmacher

Ein Bekannter von einem Bekannten von mir (der einen kennt, der ma neben einem gewohnt hat, dessen Cousin sie in einer Frankfurter Unterführung eine Niere geraubt haben) arbeitet bei einer Zeitschrift, die Produkte auf ihren ökologischen Wert hin testet. Und der überprüft gerade Winterreifen. Das Schlimme an Autoreifen ist nämlich, dass die Weichmacher enthalten. Die sind ja hochgradig krebserregend. Daher dürfen sie nicht in Kinderbeißringen drin sein. Die Weichmacher, nicht die Autoreifen. Aber in Autoreifen ist das auch nicht gut, weil die sich auf deutschen Straßen abreiben und weichmachende Spuren hinterlassen. Wenn dann einer ein Stück derartig belasteter Straße isst, kriegt er Krebs. Schlimme Sache also, diese Weichmacher.

Aber ich musste feststellen, dass der schlimmste aller Weichmacher der feste Job ist:
Wer will denn schon morgens Situps machen, wenn jede Minute Schlaf heilig ist? Oder abends Eisen stemmen, wenn man träge heimkommt? Und wenn man abends fit genug für ein bisschen Bewegung wäre, dann geht man lieber aus und trinkt Bier. Das hilft dann auch nicht weiter. Daher bin ich schon jetzt unheimlich verweichlicht.

Somit ist der Begriff des »festen Jobs« irreführend und sollte verboten werden.

5.7.04

Ladehemmung

Das Blog spinnt gerade ein bißchen. Ich wollte z.B. einen doppelten Beitrag von mir löschen, und dabei musste ein Post von Markus dran glauben. Abgesehen davon lässt die Lade-Disziplin sehr zu wünschen übrig.
Ich bitte, das zu entschuldigen.

4.7.04

Promi-Boxen

Neulich war ich auf einer Fernsehproduktionsselbstbeweihräucherungsfeier.
Gleich im Eingangsbereich oxidierte der blöde Robert Stadlober rum und ließ sich interviewen. Bei der Gelegenheit ist mir aufgefallen, dass ich schnellstens prominent werden muss. Dann geht's zum Promi-Boxen, und dann ist Robert Stadlober fällig. Oder Tobi Schlegl. Oder Oliver Pocher. Oder Fabian Harloff. Nochmal.

Aber immerhin konnte ich einer leicht vewirrten jungen Dame glaubhaft machen, ich sei Erotikfilm-Darsteller. Aber mein Künstlername (Brad Hammer) kam ihr spontan nicht bekannt vor. Aber sie meinte auch, sie guckt nicht oft Pornos. Wahrscheinlich versteht sie die Handlung nicht.