Mama Mia
Aufgrund vereinzelter Anfragen, wer eigentlich »Mia« ist, sehe ich mich im Erklärungszwang:
Als mein älterer Bruder Christian laufen lernte, wankte er von Verwandtschaft zu Bekanntschaft, wobei jeder die Arme in seine Richtung reckte und sagte »Komm zu [hier Name einsetzen]!«, also z.B. »Komm zu Peter!« oder sonstwem.
Da meine Eltern aber sehr vernünftig sind und so'nen Kinderscheiß nicht mitmachen, hat meine Mutter mit dem Protokoll gebrochen und gesagt »Komm zu mir!«.
Damit war's für meinen Bruder also klar: Der da ist Peter, der da ist [hier Name einsetzen], und die da, das ist die Mia. So war das. Und das haben die kleinen Geschwister natürlich übernommen.
Ein Glück hat man sich, was die Schreibweise angeht, schnell auf »Mia« statt »Mir« geeinigt, sonst würde ich meine Mutter wie eine zwischenzeitlich verglühte russische Raumstation nennen.


5 Comments:
Komisch, irgendwie hat jeder außer mir seine individuelle originelle Geschichte aus der Kindheit. Ich hab leider keinerlei Erinnerung, außer daß ich mit ungefähr 6 Jahren an Karneval als Schlumpfine verkleidet war (Ich bin ein Junge !!!!!).
Ich hab von 09.00 Uhr bis 13.00 Uhr den berühmten "Gender-Mainstreaming-Kurs". Ich versuch mal rauszubekommen, was die eigentlich wollen, wer es weiß, kann es ja vielleicht mal für Dumme erklären !!
23/6/04 08:46
Ich kann Dich beruhigen. Ich war auch schon zwei mal auf einem Gender Mainstreaming Seminar, weiß aber immer noch nicht, was die wollen. Das ist aber trotzdem irgendwie total wichtig.
23/6/04 09:02
Da wirst Du zum "GENDER BENDER"!
23/6/04 09:05
Mein Vater war immer Papa, und meine Mutter ist Mama. Naja, zu Zeiten, da ich was wollte, konnte aus Papa auch schon mal "liebster aller Papis" werden. Bei meiner Mutter half immer nur Argumentationsterror, nie Gequengel, nie Geschleime.
Und zu Karneval war ich stets zwergenhafter Indianer-Häuptling -- mit echten Bussard-Federn auf dem Kopf. Bis ich Karneval nicht mehr mochte. Und diese Abneigung kristallisierte sich schon ziemlich früh heraus.
23/6/04 09:08
Dafür hat sich Deine Mutter für Dich durch ein Fenster und vor einen juchtigen Rehbock gestürzt, der Dich mit seinen frisch geschnitzten Hörnern gerade niedergestreckt hatte.
Das kann auch nicht jeder von seiner Mutter behaupten.
23/6/04 10:38
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